Unter dem Hafenkran

OPER Auch bei der Inszenierung von Verdis «Otello» am Theater Basel verortet der Regisseur Calixto Bieito die Geschichte im Heute. Hinter Machtintrige und Eifersuchtstragödie lässt er das Elend der Einwanderer an den südlichen Einfallspforten Europas mitlaufen.

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OPER

Auch bei der Inszenierung von Verdis «Otello» am Theater Basel verortet der Regisseur Calixto Bieito die Geschichte im Heute. Hinter Machtintrige und Eifersuchtstragödie lässt er das Elend der Einwanderer an den südlichen Einfallspforten Europas mitlaufen. Otello ist der Zuwanderer, der es vom Sklaven aus einem fremden Kulturkreis zum geachteten Feldherrn und Kriegshelden gebracht und erst noch die von fast allen begehrte Desdemona erobert hat. Bei Bieito spielt sich das Drama unter einem Hafenkran ab. Svetlana Ignatovich als Desdemona und Simon Neal als Jago erhielten verdient den uneingeschränkten Beifall. Etwas zurückhaltender wurde die Leistung von Kristian Benedikt in der Titelrolle verdankt. (sda)

LUCERNE FESTIVAL

Neun Tage am Piano

Mit einem Rezital von Marc-André Hamelin am Piano ist gestern das Lucerne Festival zu Ende gegangen. Das diesjährige Klavierfestival dauerte neun Tage und lockte insgesamt rund 11 800 Besucherinnen und Besucher ins KKL, in die Lukaskirche und die Musikhochschule. Zudem besuchten gegen 5000 die parallel stattfindenden Jazz-Events. (sda)

WELTKULTURERBE

Geschützte Bräuche

Der brasilianische Kampftanz Capoeira und die japanische Tradition des Papierschöpfens sind Teil des Weltkulturerbes. Die UNO-Kulturorganisation Unesco entschied letzte Woche in Paris, insgesamt 34 Bräuche, Handwerkstraditionen und Ausdrucksformen zum immateriellen Kulturerbe zu erklären. Dazu gehören auch traditionelle Gesänge aus Vietnam, Nordkorea und Portugal. (sda)

PFINGSTFESTSPIELE

Bartoli bleibt bis 2021

Die Opernsängerin Cecilia Bartoli wird die Salzburger Pfingstfestspiele bis 2021 leiten. Die Zusammenarbeit sei um fünf Jahre verlängert worden, sagte die Präsidentin der Salzburger Festspiele. Die Entscheidung sei ein «grosses Glück», meinte der von 2017 an amtierende Intendant der Salzburger Festspiele, Markus Hinterhäuser. Bartoli sei nicht nur eine herausragende Interpretin, sondern könne auch Künstler zu ganz besonderen Projekten verführen. Der Austausch mit Hinterhäuser als ihrem künftigen Chef garantiere «kreatives Pingpong auf Augenhöhe», erklärte Bartoli. (sda)

KUNSTAUKTION

Stürmische Nordsee

Max Beckmanns letztes in Deutschland gemaltes Bild ist in Berlin für 1,15 Millionen Euro versteigert worden. Das 1937 entstandene Ölgemälde «Stürmische Nordsee» erreichte bei den Herbstauktionen der Villa Grisebach in einem Bieterduell fast den geschätzten Höchstpreis von 1,2 Mio. Euro. (sda)

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