Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

«New Music Days» in Luzern: Unbeschreibliches hörbar machen

Im Neubad Luzern fand das Eröffnungskonzert zu den «New Music Days» statt.
Roman Kühne
Komponist und Musikdozent Dieter Ammann. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 17.08.2018).

Komponist und Musikdozent Dieter Ammann. (Bild: Jakob Ineichen, Luzern, 17.08.2018).

Wo hört die Vergangenheit auf? Wo beginnt die Zukunft? Wie fasst man jenen flüchtigen Moment des Hier und Jetzt? Kaum ist er da, ist er schon wieder weg. Das «Jetzt» ist immer schon vorbei, wenn man sich seiner bewusst wird. Lässt sich wenigstens eine musikalische Antwort finden?

Bei den «New Music Days» im Neubad Luzern ist es am ­Eröffnungskonzert der Zürcher Lukas Stamm, der in seinem Stück «… solo un sussurro …» diese Frage umtastet. In seinem «Flüsterstück» bewegen sich das Altsaxofon, das Piano und das Schlagwerk des «Ensembles Sargo» wie in einer Zwischenwelt. Das Blasen ein Wind, die Tasten ein Flattern, die Perkussion ein Streicheln. Ein Gemisch aus Ton und Zeit, kaum da, ist es bereits entschwunden.

Es gibt Qualitätskriterien für Kompositionen

Es ist ein überzeugendes Beispiel der neuen Werke, die die Schülerinnen und Schüler der Hochschule Luzern – Musik aus der Kompositionsklasse von Dieter Ammann präsentieren. Doch wie lernt man überhaupt komponieren? Funktioniert dies im «Alles ist möglich» der aktuellen Musik?

«Es gibt natürlich Qualitätskriterien, die stilunabhängig sind», ist Dieter Amman überzeugt. «Der Umgang mit der Zeit, die Energie eines Stückes, die Spannungsverläufe sind universelle Merkmale, die man durchaus «klassisch» unterrichten kann. Natürlich schlage ich nicht alle Studenten über den gleichen Leisten. Jeder bringt seinen eigenen Rucksack mit.»

Querflöte und Tenorsax im «menschlichen» Dialog

Diese stilistische Offenheit zeigt sich deutlich in den präsentierten Kompositionen. Da sind zum Beispiel die «Miniaturen» der Pianistin Jeannine Läuffer. Geschickt und spannend webt sie ihre persönliche Sicht der Dinge über Zitate von Haydn und Debussy. Oder das theaterhafte «Szene» von Gaudenz Werner Wigger, wo die Querflöte und das Tenorsaxofon den Dialog zwischen zwei Menschen in all seinen Facetten bespielen. Oder der pensionierte ehemalige Basler Posaunist Thomas Nidecker mit «The Black Page», frei adaptiert nach Frank Zappa – ein wildes Stück mit Feuer und Energie. Ein spannender Abend, der kurze und intensive Einblicke in die Moderne und Seele der Komponisten gibt.

New Music Days, Freitag, 28. Juni – Sonntag, 30. Juni, verschiedene Zeiten, Neubad. Programm: www.hslu.ch/new-music-days.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.