Überflüssige Schulter-OP

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Operation Ist der Raum zwischen dem Schultergelenk und dem darüber liegenden Knochenfortsatz am Schulterblatt zu eng, nehmen Ärzte teils einen minimalinvasiven Eingriff vor. Bei dieser Schulterblatt-Erweiterung, auch «Dekompression» genannt, tragen sie etwas Knochenmaterial oder Gewebe ab. So wollen sie Raum schaffen und den Druck beispielsweise auf Sehnen nehmen, um Schmerzen zu lindern. Wissenschafter der Universität Oxford fanden heraus, dass sich in zwei Vergleichsgruppen mit realen und Scheineingriffen statistisch kein Unterschied zwischen Operation oder Placebo-Eingriff feststellen liess. Sechs und zwölf Monate nach Studienstart gaben Patienten aus beiden Gruppen nur unbedeutend grössere Verbesserungen an als die unbehandelten Probanden. Statt auf Operation sollte eher auf Schmerzmittel, Physiotherapie oder Steroid-Injektionen gesetzt werden. (sda)