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Der Kultfilm Papillon kommt als actionreiches Remake ins Kino

Dustin Hoffman und Steve McQueen machten «Papillon» 1973 zum Kultfilm. Jetzt gibt es eine Neuauflage des Streifens. Charlie Hunnam und Rami Malek messen sich an ihren grossen Vorbildern.
Cordula Dieckmann
Einsamkeit und Alleinsein sind grundverschieden: Charlie Hunnam in der Rolle als Papillon. (Bild: Pathé Films)

Einsamkeit und Alleinsein sind grundverschieden: Charlie Hunnam in der Rolle als Papillon. (Bild: Pathé Films)

Einen Filmklassiker in einer Neuauflage ins Kino zu bringen, ist ­immer so eine Sache. Vor allem wenn das Original so berühmt ist wie «Papillon» von Franklin J. Schaffner aus dem Jahr 1973. Steve McQueen und Dustin Hoffman spielen darin zwei Gefan­gene, die aus einer berüchtigten Strafkolonie in Französisch-Guayana fliehen wollen. Nun hat sich der Däne Michael Noer daran gemacht, die Geschichte nach den autobiografischen Romanen von Henri Charrière erneut zu ver­filmen.

Charlie Hunnam spielt Henri, besser bekannt als «Papillon». Wegen Mordes wird er in den 1930er-Jahren zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt und muss diese in der Strafkolonie St. Laurent verbüssen. Auf der Überfahrt mit dem Schiff lernt er Dega (Rami Malek) kennen, der sein Schicksal teilt. Dega mag ein Meisterfälscher sein, ist aber viel zu weich und zu naiv, um im ­harten Überlebenskampf zu bestehen.

«Papillon» verbündet sich mit ihm, auch weil Dega eine Menge Geld bei sich hat. Geld, das «Papillon» zur Flucht ver­helfen könnte. Eine vorsichtige Freundschaft entsteht zwischen den beiden, die ihnen über den harten Alltag hinweghilft, der geprägt ist von sadistischer Gewalt, Missgunst und schwerster körperlicher Arbeit. Gemeinsam versuchen sie, Helfer und Verbündete für ihren gefährlichen Fluchtversuch zu finden.

Selbstquälerische Vorbereitung

Regisseur Noer lehnt sich eng an den alten Film an und versucht, ihn behutsam zu modernisieren. Das gelingt ihm meist sehr gut, wenngleich die Atmosphäre in Schaffners Film noch intensiver war. Wer die schnellere Erzählweise des heutigen Kinos gewohnt ist, findet an den actionreichen Szenen des Remakes sicher Gefallen. Überhaupt ist der neue «Papillon» unbedingt sehenswert. Dazu tragen nicht zuletzt die wunderbaren Bilder von Kameramann Hagen Bogdanski («Das Leben der Anderen») bei, die dem Film trotz aller Schrecken in manchen Momenten fast so etwas wie Poesie verleihen.

Auch die Schauspieler überzeugen. Nach der Hauptrolle in «King ­Arthur: Legend of the Sword» ist Hunnam wieder als geschickter Kämpfer zu sehen. Seine Figur «Papillon» besitzt körperliche Stärke und schüchtert seine Mitmenschen allein durch sein selbstbewusstes Auftreten ein. Gleichzeitig hat er auch eine weiche Seite und findet Trost und Halt in der Freundschaft mit Dega, von Malek («Mr. Robot») mit einer wunderbaren Mischung aus Naivität und Trotz gespielt.

Hunnam hatte sich mit vollem Einsatz auf seinen Part vorbereitet, vor allem auf das Ende des Films, wo er als «Papillon» mehrere Jahre in Einzelhaft sitzen muss. «Ich verbrachte acht Tage in dieser Zelle, ich habe nichts ­gegessen und auch kein Wasser getrunken. Ich habe nur acht Tage lang eine Zigarette nach der anderen geraucht», sagte der britische Schauspieler im Interview mit dem «W Magazine». «Als ich da wieder rauskam, hatte ich das Gefühl, als hätte ich ein bisschen die Verbindung zur Realität verloren.»

Eine Entwicklung ganz im Sinne des Regisseurs

«Es ist nicht so, dass ‹Papillon› durch nichts zu brechen wäre», erklärt Regisseur Michael Noer. «Doch er lernt schliesslich, dass seine Freundschaft zu seinem Mitgefangenen Dega der einzige wirkliche Grund für ihn ist, am Leben zu bleiben. Erst durch ihn erfährt ‹Papillon›, dass Einsamkeit und Alleinsein zwei grundverschiedene Dinge sind und dass wahre Loyalität sich nicht in Geld ausdrücken lässt, sondern nur in Liebe, Respekt und gegenseitiger Aufrichtigkeit zu finden ist.»

Deutschschweizer Kinostart von «Papillon» ist der 26. Juli

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