«Turandot» und ihr Schöpfer

Anderthalb Jahre nach Puccinis Tod wird am 25. April 1926 «Turandot» uraufgeführt. Diktator Mussolini will auch kommen, doch Toscanini erklärt, dann werde er nicht dirigieren. Im Unterschied zu Puccini selber ist er von Anfang an ein scharfer Gegner der Faschisten gewesen. Mussolini verzichtet.

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Puccini (rechts) mit Giulio Ricordi

Puccini (rechts) mit Giulio Ricordi

Anderthalb Jahre nach Puccinis Tod wird am 25. April 1926 «Turandot» uraufgeführt. Diktator Mussolini will auch kommen, doch Toscanini erklärt, dann werde er nicht dirigieren. Im Unterschied zu Puccini selber ist er von Anfang an ein scharfer Gegner der Faschisten gewesen. Mussolini verzichtet. Und das Publikum feiert Puccini ein letztes Mal. Er hat sich diese Zuneigung hart erarbeitet. Schon früh bewegt sich der 1858 in Lucca in eine Musikerfamilie geborene Puccini in Richtung Komposition. In seiner Mutter und im Verleger Giulio Ricordi findet er Förderer, die mit ihm durch dick und dünn gehen. Der Erfolg kommt 1893 mit «Manon Lescaut», der dritten Oper, und wird drei Jahre später überwältigend mit «La Bohème». Es folgen «Tosca» (1900), «Madama Butterfly» (1904), «La fanciulla del West» (1910), «La Rondine» (1917), drei Einakter unter dem Namen «Il trittico» (1918). Und zuletzt «Turandot». (R. A.)