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Trauer um Metal-Pionier

Der Mitbegründer der international bekannten Schweizer Metal-Band Celtic Frost ist mit erst 50 Jahren gestorben.
Stefan Künzli
Martin Stricker (1967–2017). (Bild: Corinne Koch)

Martin Stricker (1967–2017). (Bild: Corinne Koch)

Nachruf Der Bassist und Mitbegründer von Celtic Frost, der wegweisenden Schweizer Metalband, ist im Alter von 50 Jahren überraschend gestorben. Martin Stricker (in Musikerkreisen besser bekannt unter dem Namen Martin Eric Ain), ist am Wochenende einem Herzinfarkt erlegen. Er war nur 50 Jahre alt. Gemäss Angaben von «20 Minuten» ist Stricker am Samstag «beim Umsteigen auf ein anderes Tram plötzlich zusammengebrochen».

Stilbildender Pionier mit internationalem Erfolg

Es gibt nur ganz wenige Schweizer Musiker, die als international einflussreich und stilbildend gelten. Die 1984 von Martin Stricker, dem Gitarristen und Sänger Tom G. Warrior (Thomas Gabriel Fischer) und Schlagzeuger Stephen Priestly gegründete Band Celtic Frost gehört sicher dazu. Die tiefer gestimmten Gitarren, Growling und Doublebass waren neue Stilelemente im Rock und Metal. Mit ihren düsteren und avantgardistischen Elementen war die Band richtungsweisend für die Genres Dark, Death und Black Metal. Ihr erstes Album «To Mega Therion» (1985), mit der Cover-Gestaltung von H. R. Giger, beeinflusste weltweit viele extreme Metalbands und gilt als Referenzwerk für Black Metal und Death Metal. Die Bandgeschichte von Celtic Frost war von persönlichen Spannungen, vor allem zwischen Fischer und Stricker, geprägt. Das zweite Album «Into the Pandemonium» erschien 1987 und hatte einen immensen Einfluss auf die Entwicklung des europäischen Metal. Auf der folgenden Tournee durch die USA nahmen die Spannungen der Mitglieder wieder zu. Celtic Frost löste sich auf. 2006 kam es zur Re-Union der Gründungsmitglieder. Es entstand das Album «Monotheist», und die Band ging auf eine ausgedehnte Welttournee. 2008 löste sich die Band abermals auf.

Der amerikanisch-schweizerische Doppelbürger Stricker machte sich auch einen Namen in der Zürcher Ausgeh-Branche. Er war an den Clubs «Milvus», «Luv» sowie an der Bar «Acapulco» mitbeteiligt. Dazu war er Mit-Eigentümer des Clubs «Mascotte», wo er die legendäre Show «Karaoke from Hell» initiierte und aufbaute.

Stefan Künzli

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