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Romandebüt von Pino Masullo ist tragisch schön und berührend

Der in Stans lebende Musiker Pino Masullo ist auch ein feinsinniger Autor: Sein erstes Buch, ausgezeichnet von der Zentralschweizer Literaturförderung, stellt er im Chäslager vor.
Pirmin Bossart

Mit der schlicht betitelten Erzählung «Rosa und Vituccio» gibt der Stanser Pino Masullo sein Début als Autor. Sie nimmt uns mit in ein fernes Süditalien, in Landschaften, die nach heisser Erde und wilden Blüten riechen. Aber es gibt dort noch ein anderes Leben. Masullo erzählt in diesem Setting eine Geschichte von Liebe, Verzweiflung, Hoffnung, Gewalt, Gemeinschaft, kargem Leben, Faschismus, Krieg.

Wir reisen zurück in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts, in ein Dorf im Süden und erleben die fein verschränkten Geschichten von Rosa und Vituccio. Die Perspektiven wechseln mit jedem Kapitel. Einmal erzählt Rosa, die Mutter, einmal Vituccio, ihr Sohn. Rosa lebt als kleines Mädchen allein mit einem Maultier. Oben am Berg lebt Vito, ein Zigeuner und Schäfer. Ein gutmütiger und hilfreicher Mann. Rosa und Vito werden ein Paar. Bald wird ihr Sohn geboren, Vituccio.

Schnörkellos und doch voller Poesie

Als eines Tages der Regionsvorsteher auftaucht und seine Befehle durchgibt, hat es keinen Platz mehr für Vito. Er wird erschossen. Vituccio kommt als Pflegkind zu den Eheleuten Gora. Rosa, die Mutter, verschwindet in die Berge. Die Erzählung ist schnörkellos geschrieben, in einer Sprache voller Poesie und karger Schönheit, die vieles, auch Ungeheuerliches, zwischen den Zeilen geschehen lässt.

«Souverän balanciert der Text zwischen realistischem Familienepos und fantastischem Märchen. Die Jury zeigt sich beeindruckt vom traumtänzerischen Sprachgebrauch und der konsequenten Erschaffung einer eigenen Welt», hielt die Jury der Zentralschweizer Literaturförderung 2017/18 fest. Wir haben lange kein Buch mehr gelesen, das uns derart berührt hat.

7. September, 19.30 Uhr, Chäs­lager Stans, Buchvernissage mit Silvia Planzer (Lesung). 8. September, 10 Uhr, im Mai-Hof Luzern, Aperitivo Letterario.

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