«Träume sind harte Arbeit»

Esther und Rolf Hohmeister erhalten morgen den Kulturpreis der St. Gallischen Kulturstiftung. Es ist die Anerkennung für jahrelange Knochenarbeit. Aus dem Nichts haben sie im Jahr 2000 die Skulpturenausstellung Bad Ragartz gegründet.

Christina Genova
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Esther und Rolf Hohmeister leben für die Kunst und in einem Haus voller Kunst. (Bild: Ralph Ribi)

Esther und Rolf Hohmeister leben für die Kunst und in einem Haus voller Kunst. (Bild: Ralph Ribi)

BAD RAGAZ. Seit 15 Jahren organisieren Rolf und Esther Hohmeister alle drei Jahre die Freiluftausstellung Bad Ragartz. Die aktuelle Ausgabe ist am Sonntag zu Ende gegangen. 450 Skulpturen von 90 Künstlern aus 13 Ländern konnten in und um Bad Ragaz und in Vaduz besichtigt werden. Eintritt wird keiner verlangt, die Kunst ist jederzeit frei zugänglich. « Wir wollen jene Menschen erreichen, welche nie eine Chance haben, Kultur zu begegnen», sagt Rolf Hohmeister. Für ihr unermüdliches Engagement für die Kunst erhält das Ehepaar Hohmeister morgen abend den Kulturpreis der St. Gallischen Kulturstiftung. In ihrer Würdigung schreibt sie, dass der Grossanlass Bad Ragaz «kulturell und wirtschaftlich positiv verändert» habe. Im Interview erzählen die Hohmeisters, die seit 44 Jahren verheiratet sind, wie die Bad Ragartz im Jahr 2000 entstanden ist und welche Haltung dahinter steckt: «Die andern sagen immer <me sött>, oder <de Staat sött>. Wir wollten den Leuten zeigen, dass man einen Traum umsetzen kann. Aber Träume sind bekanntlich harte Arbeit.» Um das Budget von 2,2 Millionen Franken zu erreichen, schreibt die Familie Hohmeister rund 30 000 Bettelbriefe. Für die ersten drei Ausstellungen haben sie gar eine Hypothek auf ihr Haus aufgenommen.

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