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TODESFALL: "Zombie"-Stimme Dolores O'Riordan ist tot

Die irische Sängerin Dolores O’Riordan von der Rockgruppe The Cranberries ist unerwartet in London mit 46 Jahren gestorben. Erst 2017 musste sie eine Tournee wegen Rückenproblemen absagen.
Philipp Bürkler
Ihre Stimme war unverwechselbar: Dolores O’Riordan. (Bild: MACIEJ KULZYNSKI (EPA/PAP))

Ihre Stimme war unverwechselbar: Dolores O’Riordan. (Bild: MACIEJ KULZYNSKI (EPA/PAP))

Sie war die unverwechselbare Stimme der irischen Rockband The Cranberries. Nun ist Dolores O’Riordan überraschend verstummt. Sie sei während einer Aufnahme im Studio in London gestorben, wie ihr Management mitteilt. Die Todesursache ist noch nicht klar. 2017 musste O’Riordan eine Tournee wegen Rückenproblemen absagen.

Irische Musikerkollegen und -kolleginnen zeigten sich bestürzt und fassungslos über ihren Tod. Der irische Präsident Michael D. Higgins sagte gegenüber britischen Medien, er sei sehr traurig und "ihr Tod ist ein grosser Verlust für die irische Musikszene". Die Familie hat um Privatsphäre gebeten "in dieser schwierigen Zeit", wie die irische Zeitung "The Journal" berichtet.



O’Riordan wurde 1971 in Limerick geboren und war seit 1990 Sängerin der irischen Band. 2003 löste sich die Band auf, kam dann aber 2009 wieder zusammen. The Cranberries verkauften insgesamt 40 Millionen Alben. Den grössten Erfolg landete die Gruppe 1994 mit dem Album "No Need to Argue" dank des Songs "Zombie". Der Welthit machte O’Riordan dank ihrer unverkennbaren und eingängigen Stimme über Nacht weltberühmt ("In your head, in your head - zombie, zombie"). Zombie ist ein Protestsong gegen den Nordirlandkonflikt. Den Text schrieb O’Riordan in Erinnerung an zwei Kinder (Jonathan Ball und Tim Parry), die während eines Bombenanschlags der IRA im März 1993 in Warrington getötet wurden. Der Song hat bis heute Bedeutung in der Popkultur. Der US-Rapper Eminem hat erst kürzlich auf seinem neuen Album "Revival" eine Neuauflage des Stücks veröffentlicht.


Umgang mit Depressionen und bipolarer Störung

Im Jahr 2014 wurde O’Riordan am Flughafen im irischen Shannon von der Polizei festgenommen, nachdem sie auf einem Transatlantikflug eine Stewardess verletzt und später einen Polizisten angespuckt und tätlich angegriffen hatte. Sie bekannte sich vor Gericht schuldig. Ihr Anwalt verwies auf den schlechten psychischen Zustand der Musikerin zum Zeitpunkt des Zwischenfalls. Erst im vergangenen Jahr wurde bei O’Riordan eine bipolare Störung diagnostiziert.

Offenbar hat der Sängerin auch der Tod ihres Vaters 2011 psychisch zugesetzt. "Ich denke, Depression, aus welchen Gründen auch immer, ist etwas vom Schlimmsten, was ein Mensch durchmachen kann", sagte sie kürzlich in einem irischen Medien-Interview. O’Riordan hinterlässt drei Kinder.

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