Tod und Abgrund in der Idylle

Die Yates-Brüder folgen beim Spielen einer Ameisenspur. An deren Ende liegt eine mit Schwanenflügel ausstaffierte Frauenleiche. Beinahe sieht sie so aus wie ein Engel. Die Identifizierung scheitert – sie ist bereits zu stark verwest. Nach dem Leichenfund ist David Hunter der Verdächtige.

Sereina Jörg
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Focus - Lesen - Beckett (Bild: Sereina Jörg)

Focus - Lesen - Beckett (Bild: Sereina Jörg)

Die Yates-Brüder folgen beim Spielen einer Ameisenspur. An deren Ende liegt eine mit Schwanenflügel ausstaffierte Frauenleiche. Beinahe sieht sie so aus wie ein Engel. Die Identifizierung scheitert – sie ist bereits zu stark verwest. Nach dem Leichenfund ist David Hunter der Verdächtige. Bei einem Verkehrsunfall hat er Frau und Kind verloren. Daraufhin hat sich der Londoner ins kleine Dorf Manham zurückgezogen. Doch als der Dorfpolizist Mackenzie die Vergangenheit Hunters in Erfahrung bringt, bittet er ihn um Unterstützung. Er soll die tote Frau identifizieren, denn auf dem Gebiet der Leichen, Käfer und Maden kennt sich der berühmte forensische Anthropologe bestens aus. Kurze Zeit später ist die Tote identifiziert: Sally Palmer, eine Londoner Schriftstellerin. Simon Beckett lässt den Leser in die Geschichte eintauchen. Einmal angefangen zu lesen, legt man das Buch nicht so schnell aus den Händen. Doch mit seinen ausführlichen, makabren Beschreibungen ist der erste von vier Thrillern nichts für schwache Nerven.

Simon Beckett: Die Chemie des Todes. Rowohlt 2013, 504 S., Fr. 13.90