Tochter Kreisler singt über Vater Kreisler

ST. GALLEN. Sandra Kreisler ist eine eigenständige Chansonnière. Und doch ist den meisten vor allem ihr Vater bekannt. Georg Kreisler gilt als Ikone des literarischen Chansons.

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ST. GALLEN. Sandra Kreisler ist eine eigenständige Chansonnière. Und doch ist den meisten vor allem ihr Vater bekannt. Georg Kreisler gilt als Ikone des literarischen Chansons. Der 1922 geborene (und 2011 verstorbene) Komponist, Sänger und Dichter stammte aus einer jüdischen Familie, floh 1943 in die USA und startete dort seine Karriere. Mit seinem schwarzen, tiefsinnigen und poetischen Humor prägte er das Kabarett jener Tage, mit Liedern wie «Tauben vergiften» oder «Wie schön wäre Wien ohne Wiener» wurde Kreisler im ganzen deutschsprachigen Raum bekannt.

Sandra Kreisler erweist ihrem Vater die Reverenz und interpretiert dessen unbekanntere Lieder auf eigene Weise. Mit Liedern, Zitaten aus Briefen und Artikeln bietet sie einen Einblick in die Gedankenwelt des Altmeisters. Doch soll es nicht um Personenkult gehen – deshalb wartet man an diesen Chanson-Kabarett-Abenden vergeblich auf die allzu bekannten «Tauben». (pd/rbe)

Mi/Fr/Sa, 18./20./21.2., 20 Uhr, Kellerbühne

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