Theaterintendant Christoph Groszer ist tot

Er war es, der dem Theater St. Gallen eine seiner Sternstunden bescherte. Seit 1967 Direktor am damaligen Stadttheater, inszenierte Christoph Groszer im März 1968 zur Einweihung des neuen Hauses im Stadtpark Beethovens «Fidelio». Die St.

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Er war es, der dem Theater St. Gallen eine seiner Sternstunden bescherte. Seit 1967 Direktor am damaligen Stadttheater, inszenierte Christoph Groszer im März 1968 zur Einweihung des neuen Hauses im Stadtpark Beethovens «Fidelio». Die St. Galler Medien sprachen von einer «glanzvollen Aufführung», die «einer Weltbühne würdig» sei.

Der 1926 in Hamburg geborene Groszer absolvierte die Schauspielschule und war nach Engagements in Luzern, Bern und Tübingen von 1967–1972 Direktor des Stadttheaters St. Gallen. Dort inszenierte er unter anderem «Die Zauberflöte», «Don Giovanni» oder Orffs «Die Kluge», aber auch Schauspiele wie García Lorcas «Doña Rosita bleibt ledig» und als Schweizer Erstaufführung Ionescos «Triumph des Todes oder Das grosse Massakerspiel».

Nach einer Intendanz in Braunschweig wurde Groszer 1986 Direktor des Opernhauses Zürich, das er bis 1991 leitete – «mit grosser künstlerischer Vision, hoher Passion und der nötigen Beharrlichkeit», wie das Opernhaus in einer gestern erschienen Todesanzeige schreibt. Am 17. August ist Christoph Groszer 88jährig gestorben. (Hn.)