Theater Konstanz: Viel Klassik und der Säntisgipfel

Christoph Nix, Intendant des Theaters Konstanz, will sein Haus «für die Stadt und gegen die Stadt» ausrichten.

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Christoph Nix, Intendant des Theaters Konstanz, will sein Haus «für die Stadt und gegen die Stadt» ausrichten. «Suchen wir die Leichen im Keller der Gesellschaft, denn das Theater ist das Leben und zugleich die verscharrte Leiche der Stadt», schreibt er im Vorwort zum neuen Spielzeitheft seines Hauses. Das beste Mittel, um die Leichen zu suchen, sehen Intendant und Dramaturgen in klassischen Stoffen. «Die Theaterliteratur des 19. und des 20. Jahrhunderts gibt uns verlässliche Antworten auf das Leben», schreibt Nix. Im neuen Spielplan finden sich daher Euripides' «Medea», Goethes «Faust I» und «Faust II», Kleists «Der zerbrochene Krug», Ibsens «Volksfeind» und Tschechows «Onkel Wanja». Auch modernere Autoren sind mit ihren Klassikern vertreten, etwa Umberto Eco mit «Der Name der Rose», Neil LaBute mit «Das Mass der Dinge», Michael Ende mit «Momo» oder Werner Schwab mit «Die Präsidentinnen». Ganz neu ist neben dem Stück aus dem Autorenwettbewerb mit St. Gallen die Uraufführung von «Spinne» im Jungen Theater. Und eine ganz aussergewöhnliche Inszenierung: Auf dem Säntisgipfel und in Kooperation mit der Säntisbahn und dem Theater Liechtenstein wird Rebecca C. Schnyders «Und wenn sie gingen» uraufgeführt. (vhe)

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