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Theater 111: Weg des Parzival oder die Atombombe

Sie habe eine Vorliebe für ernste Themen, sagt Nathalie Hubler. Um ernste Fragen geht es auch im neuen Erzähltheater der St. Galler Theatermacherin. «Parzival und das Atom» heisst es und konfrontiert die Geschichte des den Gral suchenden Parzival mit dem Abwurf der Atombombe.

Sie habe eine Vorliebe für ernste Themen, sagt Nathalie Hubler. Um ernste Fragen geht es auch im neuen Erzähltheater der St. Galler Theatermacherin. «Parzival und das Atom» heisst es und konfrontiert die Geschichte des den Gral suchenden Parzival mit dem Abwurf der Atombombe. Das Stück solle zwei mögliche Wege des Menschen zeigen, den der Suche nach sich selbst oder den negativen, abgespaltenen Weg. Texte zu Hiroshima und aus der Parzival-Erzählung gehen dabei ineinander über.

«Nur die Parzival-Geschichte zu spielen, wäre mir irgendwie zu rund erschienen. Der Stoff hat nach einem drastischen Gegengewicht gerufen», sagt Nathalie Hubler, die in St. Gallen vor der Gründung des neuen Theaters 111, an der sie beteiligt war, auch oft mit Stücken im Keller der Rose zu erleben war. «Der Parzival-Stoff braucht auch ein zusätzliches Stück Auseinandersetzung mit gegenwärtigen Fragen. Ich möchte die Gralsgeschichte in Verbindung mit aktuellen Problemen zeigen.»

Das Stück kommt ganz ohne Bühnenbild aus und soll den Betrachter einladen, sich Zeit zu nehmen auch für das Ideelle in ihm selbst, für seinen Weg und seine Ideale, aber auch für die Steine, die auf diesem Weg zu überwinden sind. «Dieses Erzähltheater soll so wirken, dass beim Publikum innere Bilder entstehen. <Parzival und das Atom> erfordert vom Publikum genauso Arbeit im Sinne einer intensiven Auseinandersetzung wie von mir als Schauspielerin», sagt Nathalie Hubler, die das Einfraustück unter der Regie von Pierre Massaux zeigt, mit dem sie seit über zehn Jahren zusammenarbeitet.

Parzival findet nach verschlungenen Wegen den Gral und den Weg zu sich. Die Erforscher der Atombombe haben sich auf einen anderen Weg begeben, den Christa Wolf in ihrem Text «Störfall» so beschrieben hat: «Welche Angst schottet jene jungen Wissenschafter so zuverlässig ab gegen das, was wir normalen Leute <Leben> nennen. Eine Angst, die so immens sein muss, dass sie lieber das Atom <befreien> als sich selbst.»

Martin Preisser

Premiere: Mi, 20.11., Theater 111 (Grossackerstr. 3), 20 Uhr

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