Tausend haben die Jazzwoche besucht

ST. GALLEN. «Was für eine Woche», sagt Andreas B. Müller, Präsident von Gambrinus Jazz plus. Sechs höchst unterschiedliche Abende, und sie gehen weiter. Tonhalle-Parterre voll, «Kaffeehaus» voll: «Wir waren überdurchschnittlich gut bis sehr gut besucht», sagt Müller.

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ST. GALLEN. «Was für eine Woche», sagt Andreas B. Müller, Präsident von Gambrinus Jazz plus. Sechs höchst unterschiedliche Abende, und sie gehen weiter. Tonhalle-Parterre voll, «Kaffeehaus» voll: «Wir waren überdurchschnittlich gut bis sehr gut besucht», sagt Müller. Im Oktober hat «Saiten» postuliert: «Jazz ist.» Müller ergänzt: «…und ist lebendig in der Ostschweiz. Wir bekamen viel gute Resonanz.»

Ist auch neues, anderes Publikum aufgetaucht? Das lasse sich nicht messen, sagt Müller, aber bei Mike Stern etwa seien Zuhörer von weither angereist. 200 Mitglieder hat der Verein, über 2000 erhalten den Newsletter, da hatten auch Lokalmatadoren wie das Trio Rosset Meyer Geiger im «Kaffeehaus» Chancen, beachtet zu werden.

Carte blanche mit Auflagen

Die Carte blanche für die drei St. Galler geht weiter: vier Konzerte, jedes muss anders sein. Zum zweiten am 17. Januar laden Rosset Meyer Geiger Saxophonistin Co Streiff ein. Auch an andere Formate oder Reihen denkt der Vorstand und wildert weiter in andern Musiksparten – die Reihe «Live im 1733» ist in der dritten Saison. Lässt sich so auch Jazz-Neulingen mehr Mut machen? «Wir wollen nicht erzieherisch sein, aber in die Breite gehen», sagt Müller. Intensivieren will der Vorstand die Zusammenarbeit mit dem Ostschweizer Jazzkollektiv, das neben den Jam Sessions in St. Gallen und im Appenzellerland bald auch im Thurgau aktiv wird. Und da ist noch ein Projekt: ein gedrucktes Gesamtprogramm für die gesamte Ostschweizer Jazzszene.

Was folgt 2016, nach dem Jubiläum. «Wenn der Zusatzaufwand sich im erwarteten Rahmen bewegt und wir auch künftig auf ähnliche Unterstützung zählen können, könnten wir uns vorstellen, damit den Grundstein für ein jährliches einwöchiges Gambrinus-Jazz-Fest St. Gallen gelegt zu haben.» (dl)