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«Tatort»: Todesursache Familien-K.o.

Mord an einem Polizisten und Mord am Polizistenmörder - die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk im Einsatz.
Susanne Holz

Die zwei zentralen Sätze dieser Kölner Folge fallen in der Mitte des Films. Freddy Schenk (Dietmar Bär) sagt zu Kollege Max Ballauf (Klaus J. Behrendt): «Polizei ist Familie.» Und Ballauf antwortet: «Nach aussen hin vielleicht. Nach innen ist die genauso kaputt wie die meisten anderen Familien.» Hauptkommissar Ballauf darf in «Kaputt» nicht nur die klügsten Sätze sagen, sondern auch das professionellste Verhalten an den Tag legen – wofür er zuletzt einen hohen moralischen Preis bezahlt und zum Protagonisten einer Schlussszene wird, die diesen klassisch-soliden Kölner «Tatort» ein Niveau höher hebt.

Clash zwischen Polizei und wem?

Doch worum geht es? Die Kurzfassung lautet: Drei junge Junkies machen Party in einem leer stehenden Haus. Zwei Streifenbeamte sollen für Ruhe sorgen – in der Folge wird der eine tot geprügelt und die andere niedergeschlagen und traumatisiert zurückgelassen. Mord an einem Polizisten also. Doch dabei bleibt es nicht. Wenig später erfolgt der Mord am Polizistenmörder – Auge um Auge, Zahn um Zahn?

Der von Christine Hartmann in Szene gesetzte und von ihr auch – zusammen mit Rainer Butt – geschriebene «Tatort» leuchtet recht klug den Clash aus zwischen Polizei und – ja wem eigentlich? Der Zivilbevölkerung? Den Junkies? Den Polizistenhassern, die wiederum von den Polizisten gehasst werden? Von allem wohl ein bisschen. Mittendrin im Konflikt der sonst so phlegmatische Kollege Jütte (Roland Riebeling), der für den Personalrat kandidiert und nun auch mal die Contenance verliert.

Ob es Sinn macht, im Plot auch noch das in letzter Zeit sehr oft bemühte Thema der Homosexualität anzusprechen? Man bezweifelt das. Denn so konkurrenziert ein Thema das andere, und der rote Faden geht immer mal wieder verloren.

«Tatort» aus Köln: «Kaputt». Pfingstmontag, SRF 1, 20.05 Uhr.

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