«Tanz öffentlich sichtbar machen»

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«Weckt eure Sinne!»: Mit diesem Motto geht das Tanzfest am Wochenende in 29 Städten schweizweit auf die Strasse. Das Fest will die Kooperation zwischen Theatern, Kulturzentren und Tanzschaffenden stärken – und mit Schnupperkursen, Performances und Partys ein breites Publikum ansprechen. Warum die St. Galler Ausgabe 2017 einen Abstecher nach Trogen macht und warum die Dichte an Austragungsorten in der Westschweiz wesentlich grösser ist, sagt Mediensprecherin Ann Katrin Cooper.

Ein wesentlicher Teil des Tanzfest-Programmes findet draussen statt. Um dem Publikum entgegenzukommen?

Genau, das Angebot soll möglichst niedrigschwellig sein. Im Freien erreichen wir auch Leute, die nicht zu einer Tanzperformance gehen würden, die zufällig vorbeikommen und neugierig werden. Tanz eignet sich dafür bestens. Jeder hat dazu eine Einstellung, und sei es nur, dass er es nicht gut kann. Das Tanzfest ermutigt, einfach mitzumachen.

In der Deutschschweiz sind nur wenige Städte dabei. Woran liegt das?

In der Romandie gibt es seit langem viel bessere Strukturen für Tanz, wesentlich mehr Räume und entsprechend mehr freie Kompanien, eine sehr lebendige Tanzszene. Hier bei uns kann sich diesbezüglich noch einiges verbessern, und Anlässe wie das Tanzfest tragen dazu bei.

Greift das Tanzfest auch deshalb auf Trogen über?

Ja, es ist ein guter Rahmen für Gisa Franks Reformationsperformance «Rauschen» auf dem Landsgemeindeplatz. An die hundert Menschen werden da unter professioneller Anleitung in Bewegung sein und auf zeitgemässe Art «Thesen anschlagen». Partizipativ, festlich, künstlerisch: So soll das ganze Tanzfest sein. (bk.)

Fr–So, 5. bis 7. Mai, diverse Veranstaltungsorte. Informationen: dastanzfest.ch/st_gallen.