Geburtstag der Woche: Madonna wird 60 

Das Altern überlässt die Queen of Pop aber lieber anderen. Eines ihrer Geheimrezepte sind jüngere Liebhaber.

Arno Reggli
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Am 16. August wird die amerikanische Pop-Sängerin Madonna 60 Jahre alt.

Am 16. August wird die amerikanische Pop-Sängerin Madonna 60 Jahre alt. 

Madonna bewegt sich jenseits normaler Dimensionen – sogar als Mutter. So ist die Popdiva unlängst von New York nach Lissabon gezogen, weil ihr zwölfjähriger Adoptivsohn David Profifussballer werden will. Und in Lissabon gibt es eine bekannte Fussballakademie. Adoptivkinder hat sie übrigens vier, dazu zwei leibliche. Am Donnerstag wird sie 60-jährig.

Dass sie Alleinerziehende ist, passt zu ihr. Von Beginn ihrer Karriere an, welche spätestens 1984 mit dem Hit «Like A Virgin» durch die Decke ging und bis heute 335 Millionen verkaufte Tonträger aufweist, wollte sie das Sagen haben. Sie hielt die Fäden über ihre Musik und ihre Person als Gesamtkunstwerk in den Händen. Eine absolute Seltenheit im männerdominierten Popbusiness.

So wurde sie nicht nur zur modischen Trendsetterin, sondern auch zu einer Ikone der Frauenbewegung. Trotz ihres Image als Sexsymbol. Bei Madonna wurde die Freizügigkeit zur Manifestation von Selbst­bestimmung und einer Frau, die kriegt, was sie will. Der Song «Material Girl» brachte dies auch mit Ironie auf den Punkt. In anderen Song wie «Like A Prayer» mit einem schwarzen Jesus als Liebhaber suchte sie den Tabubruch. Eine ernste Seite zeigte sie etwa im Song «Papa Don’t Preach».

Madonna an den  MTV Video Awards im Sept. 14, 1984  (AP Photo)

Madonna an den  MTV Video Awards im Sept. 14, 1984  (AP Photo)

Aber im Zentrum blieb die Erotik als machtvolles Mittel. Passend zelebriert sie bis heute ihre scheinbare Alterslosigkeit, was mitunter ins Groteske zu kippen droht. Jung aber ist sie immerhin als Fussballmami. Und wer weiss, ob aus David nicht ein neuer Beckham wird.

Madonna mit ihren Kindern: Lourdes, Rocco, und David Banda, im Jahr 2006.

Madonna mit ihren Kindern: Lourdes, Rocco, und David Banda, im Jahr 2006.