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Stühlerücken in Dresden

«Tatort»

Ich werde sie schmerzlich vermissen: Diemit ihrem legeren Kleidungsstil (am liebsten Blazer mit Kapuzenpulli) und ihrem Schalk warm und cool zugleich wirkende Dresdner Kommissarin Henni Sieland, verkörpert von Alwara Höfels, wird am 11. Mai mit dem Dresdner «Tatort» «Wer jetzt allein ist» nach nur drei Jahren die Dienstmarke abgeben.

Mit der mindestens so jugendlich daherkommenden Karin Hanczewski als Kommissarin Karin Gornia waren die zwei ein Frauenteam, das zwar keine besonders aufregenden Fälle zu beackern hatte – der Dresdner «Tatort» fiel bei den Kritikern wegen seiner Überspanntheit häufig durch –, das man für seine schlagfertigen Wortwechsel aber umso mehr schätzte. So viel sei gespoilert: Am Ende der zweitletzten Höfels-Folge «Déjà-vu» erfährt Sieland, dass da ein Baby in ihrem Bauch wächst. Die Babypause als Sprungbrett aus der Serie? Gut möglich. Auf Höfels soll übrigens die deutsche Schauspielerin Cornelia Gröschel folgen.

«Déjà-vu» ist fürs klamaukige Dresden ungewöhnlich solide geworden. Man könnte mit der Stoppuhr vorm Fernseher sitzen und würde aus dem Querschnitt gemachter «Tatort»-Seherfahrungen auf die Minute richtig liegen, wann Leichenfund, Angehörigenbefragung und das letzte Showdown über die Mattscheibe flimmern. Die Folge ist bei weitem nicht die erste über Pädophilie. Doch für einmal geht es weniger um organisiertes Verbrechen als darum, wie das private Umfeld von Pädophilen zu Mittätern wird.

Noch ein Kuriosum: Erstmals in der «Tatort»-Historie wird ein Smartphone mit dem Finger einer Leiche entsperrt. Doch damit der Fingerzeige genug!

Julia Stephan

Hinweis

«Tatort» aus Dresden: «Déjà-vu». Heute, 20.05 Uhr, SRF 1.

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