ST.GALLEN: Kulturpreise für einen Musiker, eine Künstlerin und eine Lyrikerin

Die St.Gallische Kulturstiftung wird dem Wattwiler Musiker Till Ostendarp (Pirmin Baumgartner Orchester, Faber) einen mit 10'000 Franken dotierten Förderpreis verleihen. Die St.Galler Künstlerin Anita Zimmermann sowie die Buchser Lyrikerin Elsbeth Maag erhalten je Anerkennungspreise.

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Die Lyrikerin Elsbeth Maag in ihrem Zuhause in Buchs. (Bild: Benjamin Manser)

Die Lyrikerin Elsbeth Maag in ihrem Zuhause in Buchs. (Bild: Benjamin Manser)

Musiker Till Ostendarp (vorne) mit seinem Vater Hermann. (Bild: Benjamin Manser)

Musiker Till Ostendarp (vorne) mit seinem Vater Hermann. (Bild: Benjamin Manser)

Der 25-jährige Wattwiler Till Ostendarp sei "Posaunist mit Jazzschul-Diplom, Schlagzeuger, Bandleader, Texter, Komponist, Dirigent, DJ", heisst es in der Mitteilung der Kulturstiftung vom Dienstag.

Sein eigenes musikalisches Kind ist das Pirmin Baumgartner Orchester, das sich in schweizweiten Auftritten den Ruf als musikalisch innovative Band erarbeitet hat. Till Ostendarp zeige in seinen Songs "Sinn für sarkastische Zeitanalysen und freche Polittexte".

Derzeit ist er als musikalischer Partner des Zürcher Songwriters Julian Pollina alias Faber unterwegs auf Tournee.

Leila Bock in Trogen

Die 1956 geborene St.Galler Künstlerin Anita Zimmermann erhält einen der beiden Anerkennungspreis in der Höhe von je 15'000 Franken. Sie wird zum einen für ihr eigenes Kunstschaffen gewürdigt, aber auch für die zahlreichen Kulturprojekte, die sie in den letzten Jahren lanciert hat.

Zimmermann ist Mitinitiantin des mittlerweile alle drei Jahre stattfindenden Projekts "5ünfstern - offene Ateliers in der Ostschweiz". Im letzten Sommer organisierte sie unter ihrem Pseudonym Leila Bock im ehemaligen Cornelia-Versandhaus in Trogen eine Ausstellung mit 30 Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland.

Werdenberger Mundart

Die Lyrikerin Elsbeth Maag in ihrem Zuhause in Buchs. (Bild: Benjamin Manser)

Die Lyrikerin Elsbeth Maag in ihrem Zuhause in Buchs. (Bild: Benjamin Manser)

Der zweite Anerkennungspreis geht an die 1944 in Buchs geborene Elsbeth Maag. Ihre Lyrik "berührt und regt an, spiegelt zart ihre unmittelbare Umgebung - und wirkt trotzdem kräftig und weit über die Grenzen des st. gallischen Rheintals hinaus", beschreibt die Kulturstiftung die Arbeit der Preisträgerin.

Maag schreibt in Werdenberger Mundart oder Hochdeutsch. Ihre Texte verbindet sie mit Musik, Malerei, Theater, Fotografie, Kulinarik oder Architektur. In "Novembrig" verschmelzen ihre Gedichtzyklen über Leben und Tod mit der Musik des Komponisten Peter Roth.

Die drei Preise werden am 4. Mai im Konzertlokal Krempel in Buchs vergeben. (sda)

Die Künstlerin Anita Zimmermann alias Leila Bock. (Bild: Benjamin Manser)

Die Künstlerin Anita Zimmermann alias Leila Bock. (Bild: Benjamin Manser)