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St.Gallen hat einen neuen Domkapellmeister

Andreas Gut wurde vom Administrationsrat zum neuen St. Galler Domkapellmeister gewählt. Er tritt damit in die Fussstapfen des im Juni verstorbenen Hans Eberhard. Gut wird seinen Posten Anfang Februar 2017 antreten.
Martin Preisser
Andreas Gut, der neue St. Galler Domkapellmeister. (Bild: PD)

Andreas Gut, der neue St. Galler Domkapellmeister. (Bild: PD)

Andreas Gut spricht von einer Traumstelle. «Domkapellmeister in St. Gallen, das ist das schönste kirchenmusikalische Amt in der Schweiz.» St. Gallen sei ein pulsierender Ort mit einer grossen musikalischen Tradition. «So wie hier die katholische Kirchenmusik organisiert ist, das ist der Zeit weit voraus.» Andreas Gut, Jahrgang 1968, leitet derzeit in der Pfarrei Küsnacht-Erlenbach als hauptverantwortlicher Kirchenmusiker sechs Chorgruppen mit insgesamt 160 Mitgliedern. Seit 19 Jahren arbeitet er in dieser Pfarrei am Zürichsee.

Die Anstellung als Nachfolger des im Juni verstorbenen Hans Eberhard sei ein intensiver Test auf «Herz und Nieren» gewesen, erzählt der neue Domkapellmeister. Siebzig Minuten Anstellungsgespräch vor einem 7er-Gremium habe er absolviert. In einem zweiten Durchgang musste Andreas Gut eine Domvesper gestalten und eine Probe mit dem Domchor und dem Collegium Vocale abhalten.

Achtung vor der Arbeit seines Vorgängers

Der Musiker hat in Luzern Chorleitung studiert und dort das Kantorendiplom erworben. Andreas Gut, verheiratet und Vater von drei Kindern, ist Organist mit Konzertdiplom und hat einen Nachdiplomstudiengang an der Zürcher Hochschule der Künste mit einem «Special Master in Music Performance Chorleitung» absolviert. «Ich schaue mit grosser Achtung auf das Lebenswerk von Hans Eberhard», sagt Andreas Gut, der seinen Vorgänger noch kennenlernen durfte. «Ich schaue jetzt erst einmal genau, was hier an kirchenmusikalischer Substanz da ist. Und ich muss das Rad in St. Gallen nicht neu erfinden. Ich brauche nichts erneuern, was sehr gut läuft.»

Andreas Guts stilistisches Interesse ist weit gefächert und reicht von der Gregorianik bis zur Moderne. «Eigentlich entscheidet nicht der Stil, sondern die Stimmigkeit von Musik», sagt der Kirchenmusiker.

Musik im Gottesdienst ist kein Selbstzweck

Offen sei er auch für zeitgemässe Musik im Gottesdienst. «Wir legen das Evangelium zeitgemäss aus und so können wir auch mit der Musik zeitgemäss sein.» Musik im Gottesdienst habe ihren eigenen Wert, sei aber kein Selbstzweck, sondern eine weitere zusätzliche Sprache im gesamten liturgischen Kontext.

In St. Gallen übernimmt Andreas Gut eine ganze Reihe von Chören der Dommusik, vom Domchor, dessen Leistungen er «äusserst respektabel» findet, bis zum Collegium Vocale, dem er ein «hohes Niveau» attestiert.

Wie sieht sich Andreas Gut als Chorleiter selbst? «Ich würde von mir sagen, ich sei ein leidenschaftlicher Kirchenmusiker. Kirchenmusik macht mich fröhlich, sie belebt mich. Und dass sie auch meine Chöre belebe, das treibt mich bei der musikalischen Arbeit an.» Seine Stelle als Domkapellmeister tritt Andreas Gut im Februar nächsten Jahres an.

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