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ST.GALLEN: Fünf Künstler erhalten Förderpreis

Die Stadt St.Gallen zeichnet dieses Jahr fünf Kulturschaffende mit vier Förderungs- und einem Anerkennungspreis aus. Die Begünstigen sind in den Sparten Theater, Tanz, Literatur, Musik sowie angewandte Kunst tätig.
Der Anerkennungspreis geht an Martin Leuthold, Creative Director der Jakob Schlaepfer AG, für sein Werk innerhalb der angewandten Kunst. (Bild: Hanspeter Schiess/Archiv)

Der Anerkennungspreis geht an Martin Leuthold, Creative Director der Jakob Schlaepfer AG, für sein Werk innerhalb der angewandten Kunst. (Bild: Hanspeter Schiess/Archiv)

Der Anerkennungspreis ist mit 20‘000 Franken dotiert und wird an Personen vergeben, die sich mit ihrem kulturellen Wirken besondere Verdienste um die Stadt St.Gallen und ihre Einwohner erworben haben. Dieses Jahr geht er an Martin Leuthold, Creative Director der Jakob Schlaepfer AG, für sein Werk innerhalb der angewandten Kunst.

Die vier Förderungspreise im Wert von je 10‘000 Franken gehen an Michael Finger für sein Schaffen im Bereich der freien Theaterszene, Alena Kundela für ihr Wirken in der lokalen freien Tanzszene, Bernhard Ruchti für sein Engagement als Konzertmusiker, Konzertveranstalter und Komponist sowie Claudia Vamvas für ihr literarisches Schaffen.

Die Preisverleihung findet zeitgleich mit der Vergabe der Werkbeiträge im Rahmen einer öffentlichen Feier am Montag, 13. November, um 18.30 Uhr im Palace statt.

Martin Leuthold
Der Creative Director der Jakob Schlaepfer AG, seit 2016 Teil der St.Galler Forster Rohner Gruppe, ist eine prägende Figur des schweizerischen Textildesigns und strahlt mit seinem kreativen Schaffen weit aus. Vor über 45 Jahren hat Martin Leuthold (*1953) im traditionsreichen Unternehmen Jakob Schlaepfer begonnen, Textilien für Mode und Innendekoration zu entwerfen. Dabei interessierten ihn neueste Laser- und Digital-Technologien immer genauso wie die über 800 Jahre alte ruhmreiche Ostschweizer Textil- und Stickereigeschichte. Aus der Kombination beider heraus entwickelte er neue, bahnbrechende Ideen. Generell hat sich Leuthold mit seinem Knowhow immer wieder mit Museumsleuten, Kunstvermittlerinnen und -vermittlern und Kulturschaffenden zusammengetan und so Design-, Textil- und Kunstausstellungen innerhalb der Stadt St.Gallen mitgeprägt. 2013 wurde Martin Leuthold für sein Werk mit dem Schweizer Grand Prix Design geehrt.

Michael Finger
Regisseur, Schauspieler, Musiker, Autor, Filmemacher, Zirkusdirektor – die Facetten von Michael Finger (*1975) sind zahlreich und spartenübergreifend. 1998 beendete er seine Schauspielausbildung an der Schauspiel Akademie Zürich. Nach verschiedenen Engagements an Theatern und in diversen freien Gruppen zog es Finger zum Film. Zuerst als Schauspieler (Schweizer Filmpreis als bester Darsteller, Max Ophüls Preis als bester Nachwuchsdarsteller, Auszeichnung an der Berlinale als Shooting Star, alle 2002 für „Utopia Blues“), bevor er sich an eigene Produktionen heranwagte. Sein erster eigener Film „Bersten“ (2007), für den er als Produzent, Regisseur und Drehbuchautor verantwortlich zeichnete, erhielt internationale Anerkennung. Die grosse Faszination für die Zirkuswelt führte Finger schliesslich über die Leitung des Zirkus Chnopf zur Gründung seiner eigenen zeitgenössischen Zirkus-Theater-Compagnie 2009 – dem Verein Cirque de Loin. Er leistet einen spürbaren Beitrag für eine lebendige St.Galler Kulturszene und wird überregional als vielfältiger Künstler wahrgenommen und anerkannt.

Alena Kundela
Alena Kundela (*1988) ist in St.Gallen aufgewachsen. Die Auseinandersetzung mit Tanz und Theater begleitet sie seit ihrer Kindheit – zeitgenössischer Tanz und Improvisation faszinieren und prägen sie seit gut zehn Jahren. Bisher wirkte sie in mehreren Tanzproduktionen sowie Strassenperformances unterschiedlicher Choreografinnen und Choreografen mit.
Die Ausbildung in Tanz, Improvisation und Performance absolvierte Alena Kundela an der „bewegungs-art“ im deutschen Freiburg. Als junge darstellende Künstlerin hat sie bisher viel Potenzial und Engagement bewiesen. Schon während ihrer Ausbildung gründete sie mit Magdalena Weniger das Tanz-Performancekollektiv KOMA, mit dem sie bei Kunst- und Kulturfestivals in Deutschland und in der Schweiz auftreten. Zwei Produktionen des Kollektivs waren bisher in der Grabenhalle zu sehen: „DU.ICH.YOURSELF“ sowie „OFF one’s turn“. Alena Kundela war Co-Organisatorin des Tanzfests St.Gallen 2017. Im nächsten Jahr wird sie die Hauptleitung übernehmen. Neben ihrer eigenen tänzerischen Tätigkeit arbeitet sie als Tanzpädagogin mit Kindern.

Bernhard Ruchti
Bernhard Ruchti (*1974) ist als Musiker vielseitig unterwegs, sei es als Konzertorganist oder Konzertpianist, sei es als Veranstalter oder Komponist. Seit 2003 ist er als Kirchenmusiker in der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde St.Gallen Centrum aktiv. Seit 2013 hat er in der Kirche St.Laurenzen die Hauptorganistenstelle inne. In den letzten Jahren leistet Bernhard Ruchti eine vielfältige kulturelle Tätigkeit in St.Gallen. Was er als Organisator anpackte, wurde jeweils in kurzer Zeit zu einer beim Publikum beliebten Veranstaltungsreihe. Besonders spannend ist sein Engagement für die amerikanische Wurlitzer-Orgel. Ein Instrument aus dem Jahr 1923 liess Ruchti aus den Vereinigten Staaten ins Kirchgemeindehaus St.Georgen liefern und einbauen. Sehr erfolgreich hat er damit ein kleines, feines Festival für Stummfilme initiiert, die auf der Orgel live vertont werden. Der bereits dritte Anlass 2017 hat sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt und bringt ein kostbares und spezielles Stück Kultur in die Stadt. Ruchtis Mittwoch-Mittag-Konzertreihe in St.Laurenzen gehört seit einigen Jahren zum beliebten Musiktreffpunkt. Die Reihe ist bei einheimischen Musikschaffenden als Podium genauso beliebt wie bei nationalen Grössen oder gar Gästen aus dem Ausland. Mit Bernhard Ruchti ist in St.Gallen ein Künstler aktiv, der mit seinen Ideen eine Breitenwirkung erzielen kann und die Stadt um ganz spezielle Musikbeiträge bereichert.

Claudia Vamvas
Die Schriftstellerin Claudia Vamvas (*1968) ist gelernte Buchhändlerin, war Antiquariats-Mitarbeiterin sowie Sortimentsleiterin und zuletzt Korrektorin im Appenzeller Medienhaus. Seit 2012 hat sich die St.Gallerin mit Kurzprosa, Kürzesttexten und Miniaturen einen Namen gemacht. Als Publikationsort sowie Spiel- und Tummelfeld wählte sie das Internet bzw. Social Media als geeignete Plattformen für diese Stilrichtung. 2015 ist ihr „Text-Münz“, max. 140 Zeichen, gesammelt erschienen, ein Jahr darauf beim Berliner Frohmann Verlag als Buch. Der Band „Sitze im Bus“, 2016, wurde überregional wahrgenommen und von grossen deutschsprachigen Tageszeitungen wie NZZ, Tagesanzeiger, Süddeutsche Zeitung und Frankfurter Zeitung besprochen. Eine Unterstützung mit einem Förderpreis der Stadt St.Gallen ermöglicht Claudia Vamvas nicht nur eine Erwerbspause, vielmehr konzentriertes Fortüben ihrer Begabung fürs literarische Schreiben. Eine weitere Bestätigung ist die der Autorin gebotene Chance, ihr nächstes Buch beim Kein & Aber-Verlag in Zürich zu veröffentlichen. (pd/red.)

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