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ST.GALLEN: «Don Camillo & Peppone» kommt nach St.Gallen

Das Theater St.Gallen bringt in einer Koproduktion mit den Vereinigten Bühnen Wien das Musical «Don Camillo & Peppone» auf die Bühne. Am Dienstag gaben die Verantwortlichen Einblicke in die Entstehung, Umsetzung und Probenarbeiten des Musicals, welches am 30. April uraufgeführt wird.
Das Theater St.Gallen. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Das Theater St.Gallen. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

ST.GALLEN. Um mit den knappen finanziellen Mitteln den steigenden Ansprüchen des Publikums gerecht zu werden, geht das Theater St.Gallen eine Partnerschaft mit den VBW ein. «Bei solch aufwendigen Produktionen sind wir auf Partner und Sponsoren angewiesen», sagte Werner Signer, geschäftsführender Direktor des Theaters St.Gallen, am Dienstag vor den Medien.

Mit zwei Musicalhäusern in Wien gehören die VBW zu den erfolgreichsten Musicalproduzenten Europas. Die Weltpremiere des Musicals «Don Camillo & Peppone» findet am Theater St.Gallen statt. Ab Frühjahr 2017 kommt das Musical in Wien zur Aufführung und kehrt dann nach St.Gallen zurück.

Zeit reif für Musicalfassung

Für St.Gallen ist es die dritte Weltpremiere eines Musicals. Wie bei «Moses - die 10 Gebote» stammen das Buch und die hochdeutschen Liedtexte vom erfolgreichen deutschsprachigen Musicalautor Michael Kunze. Kunze hat auch beinahe alle grossen Musicalerfolge in Wien geschrieben. Die Musik beigesteuert hat Dario Farina. Der italienische Komponist hat etwa für Al Bano & Romina Power die Hits geschrieben.

Am Dienstag gab es für die Medien erste Kostproben. Von 36 Häusern und 170 Seelen sang Andreas Lichtenberger alias Don Camillo über den Handlungsort, ein Dörfchen in der Po-Ebene: Hier regieren Don Camillo, der temperamentvolle katholische Pfarrer mit lockerer Faust, und der ebenso schlagkräftige kommunistische Bürgermeister Peppone (Frank Winkels).

Neben schönen Gesängen wird auch viel Lokalkolorit, Ironie und Tempo versprochen. «Wir befinden uns auf einer Abenteuerreise», sagte Andreas Gergen, der das Musical inszeniert, zu den ersten Probenwochen. An Don Camillo & Peppone habe fast jeder eine Erinnerung. «Doch erst jetzt war die Zeit reif, die Geschichte als Musical auf die Bühne zu bringen», sagte Gergen.

Verbindende Figur geschaffen

Die bekanntesten Verfilmungen des Stoffes entstanden zwischen 1952 und 1965 mit Fernandel als Don Camillo und Gino Cervi als Peppone. Die Erzählungen stammen von Giovannino Guareschi. Sie skizzieren das ländliche Italien kurz nach dem zweiten Weltkrieg bis in die frühen 1960er-Jahre - den Zwiespalt zwischen traditionellen Werten, gesellschaftlicher Aufbruchstimmung und politischer Rivalität im Klima des Kalten Krieges.

Zum Umdenken bringt die beiden Streithähne erst das junge Liebespaar Gina und Mariolino. Mit einem Kunstgriff hat Michael Kunze für das Musical eine verbindende Figur geschaffen. Gina erscheint als alte Frau und erinnert sich an ihr kleines Dorf, das zu einer zerstückelten Industrielandschaft an einer Autobahn verkommen ist. «Ich darf zurückblicken und mich an der Geschichte erfreuen», sagte Maya Hakvoort, welche die Erzählerin spielt.

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