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STECKBORN: Tanz vom Feinsten am Untersee

Aller guten Dinge sind dreizehn: Das Festival tanz:now bringt erneut zeitgenössischen Tanz ins Phönix-Theater – samt Workshops für Schulklassen.
Das Ballet Junior aus Genf wieder in Steckborn. (Bild: Gregory Batardon)

Das Ballet Junior aus Genf wieder in Steckborn. (Bild: Gregory Batardon)

Wer das Festival tanz:now kennt, kennt das Ballet Junior aus Genf – es eröffnet den Frühlingsreigen mit vier Stücken am 1. bis 3. März. Kennt Ioannis Mandafounis und Gilles Jobin aus derselben Stadt mit ihrer lebendigen Tanzszene. Zwei Institutionen haben in dreizehn Jahren aus Steckborn ein Kompetenzzentrum für zeitgenössischen und innovativen Tanz gemacht: das Phönix-Theater um Philippe Wacker und die Kulturstiftung des Kantons Thurgau, in der die ehemalige Tänzerin Caroline Minjolle Expertise und Netzwerk einbringt.

Wie jedes Jahr bestimmen Konstanz und Experiment, bekannte Namen und neue Strömungen das Programm. Und heuer gibt’s eine Weltpremiere.

Durch eine virtuelle Welt tanzen

Gilles Jobin verbindet in seiner Choreografie «VR_I» Tanz mit der Vorstellung von Räumlichkeit (17./18.3.): Die Besucher, mit Headset und einem Computerrucksack ausgestattet, interagieren mit virtuellen Tänzerinnen in einer virtuellen Welt – nur fünf Personen gleichzeitig pro halbe Stunde, eine Anmeldung ist erforderlich. Danach ist «Womb» zu sehen, der erste in der Schweiz produzierte 3D-Tanzfilm; dazu gesellen sich, erstmals bei tanz:now, kurze internationale Tanzfilme aus dem Schweizer Tanzarchiv. Denn «Tanz kommt in vielen Werbefilmen vor», sagt Caroline Minjolle.

Phönix-Theater und Kulturstiftung sind mit Hilfe der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHaW den Fragen nachgegangen: Wo stehen wir? Was wirkt wie bei unserem Publikum? Wie und wo informiert es sich? So seien Kurzstücke sehr beliebt, bei denen sich neue Namen entdecken lassen, oder narrative Formen des Tanzes.

Kein Lohndumping und mehr Vermittlung

«Wir haben ein treues Publikum», sagt Theaterleiter Philippe Wacker, «wir haben 60 Prozent Auslastung, und unser Einzugsgebiet reicht bis Zürich. Unsere Mischung aus Gewohntem und Überraschendem bewährt sich.» Dennoch werde die Geldsuche schwieriger. Pro Helvetia hat ihre Unterstützung des Tanzfestivals dieses Jahr um ein Fünftel gekürzt – kurzfristig. Von der Kulturstiftung kommt nach wie vor rund die Hälfte der Förderung; das Budget beträgt rund 140000 Franken. Caroline Minjolle betont: «Wir wollen die Gagen nicht drücken.»

Tanz:now baut die Vermittlung weiter aus, federführend ist Daniela Schmid aus Frauenfeld. Fünf Workshops werden angeboten, einer davon ist für Schüler der Sekundarschule Steckborn gedacht. Sie präsentieren im Vorprogramm des Abends mit «Tanzfaktor» ein Kurzstück, das sie mit Olivia Marinoni einstudiert haben (22./23.3.)

Welche Höhepunkte empfehlen die beiden Hauptverantwortlichen? Caroline Minjolle war begeistert von Ioannis Mandafounis’ «Sing the Positions», einer vielschichtigen und experimentierfreudigen Verbindung von Choreografie, Musik und Gesang (9./10.3.); Philippe Wacker hat da erfahren, wie ein zweigestrichenes C getanzt wird. Er empfiehlt Nunzio Impellizzeri, der in «In.Quieta Rooms» klassisches Handwerk mit raffinierten Einfällen kombiniere (19./20.4.).

Dieter Langhart

dieter.langhart@tagblatt.ch

phoenix-theater.ch

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