Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Start mit Romantik und einer Eigenkomposition

ST. GALLEN. Es gibt sie zum Glück noch, die Organisten, die auch selbst komponieren und mit ihren Werken zeigen, was sie klanglich beschäftigt. Bernhard Ruchti, Organist von St.
Martin Preisser

ST. GALLEN. Es gibt sie zum Glück noch, die Organisten, die auch selbst komponieren und mit ihren Werken zeigen, was sie klanglich beschäftigt. Bernhard Ruchti, Organist von St. Laurenzen, hat neben drei romantischen Werken zum Start der neuen Laurenzen-Orgelreihe sein «Triptychon für Orgel» vorgestellt. Im ersten Bild, «Prélude», nimmt er subtil Anleihe an die Ideen der Minimal Music und erforscht mit leicht toccatenhaftem Einschlag fliessende Motivwiederholungen.

Klangwolken

Frei schweifend und oft flötenhaft gedacht kommt der Mittelteil, «Meditation», daher, in welcher der Komponist feine, stille Räume öffnet, eben im Sinne meditativen Charakters. Wiederum an Minimal Music erinnert das Finale des Triptychon, «Tanz». Fast wie gläsern transparente Klangwolken, oft improvisatorisch gedacht, zeigen sich da die Trillerkaskaden, aus denen sich tänzerischen Motive herausschälen. Das lebendige Stück wirkt wie ein leicht dahingeworfenes Perpetuum mobile.

Der unglückliche Sänger

Aufs Programm gesetzt hat Bernhard Ruchti davor Musik aus der Romantik, die ihn seit langem beschäftigt. Am eindrücklichsten geriet dabei die von Liszt selbst gefertigte Orgelfassung seiner symphonischen Dichtung «Orpheus». Kühne, in die Moderne weisende Harmonien und eine intensiv melancholische Rhetorik liessen den Mythos um Orpheus, den unglücklichen Sänger, spannend aufscheinen. Nur kurz gibt es in diesem Stück eine Steigerung der Klage, um wieder in die Atmosphäre von Trauer zurückzufallen. Bernhard Ruchtis Orgelspiel zeichnete sich hier durch eine ruhige, feinsinnige Grundhaltung aus, die auch zwei Stücke von Herbert Howells und die vierte Orgelsonate von Felix Mendelssohn prägte.

Nächstes Konzert mit Domorganist Willibald Guggenmos: Do, 12.11., 19 Uhr, St. Laurenzen

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.