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Lesetipps Krimis: Håkan Nesser hält sich kurz

Das neue Buch versammelt fünf Krimis, die zwischen 20 und 200 Seiten lang sind. Das ist vergnüngliche Lektüre.
Arno Renggli

Starke Nesser-Storys in wohltuender Kürze

Der Schwede Håkan Nesser ist ein wunderbarer Krimiautor mit einer leichten Tendenz, Ermittlungen manchmal etwas repetitiv wiederzugeben, etwa wenn deren Ergebnisse dem Leser durch vorgängige Schilderungen bereits bekannt sind. Im vorliegenden Buch besteht diese Gefahr nicht: Es versammelt fünf Krimis, die zwischen 20 und 200 Seiten lang sind und zwischen 1996 und 2018 entstanden sind. Drei davon sind nun verfilmt worden, wobei ein Schweizer Kino nicht bekannt ist. Kurz gesagt: Das ist eine wirklich vergnügliche Lektüre.

Eine Story ist literarisch recht anspruchsvoll: Ein Übersetzer soll das mysteriöse letzte Werk eines verstorbenen Autors bearbeiten. Und realisiert dabei verschiedene Ungereimtheiten, auch zum Tod des Besagten. Die anderen Texte sind leichter zu lesen und konfrontieren die Protagonisten mit bizarren Situationen aus Gegenwart und Vergangenheit. Doppelbödigkeit ist fast immer garantiert. Etwa bei der Story um eine Frau, die eine Freundin bittet, ihren Ehemann zu beseitigen. Doch alle spielen falsch.

Håkan Nesser: Intrigo. btb, 604 S., Fr. 18.–

Kaelter als der Tod von Dario Correnti

Kaelter als der Tod von Dario Correnti

Journalistenpaar jagt Serienmörder

Es ist ein ungleiches Duo: Besana, ein knurriges Urgestein von einem Gerichtsreporter, und Piatti, eine nerdige Redaktionspraktikantin, die von allen belächelt wird. Doch wenigstens Besana realisiert, wie clever sie ist. Das ist hilfreich, als die zwei im Fall eines Serienkillers ermitteln. Der scheint das Muster von Morden an jungen Frauen zu imitieren, die im 19. Jahrhundert stattfanden. Der Krimi von Dario Cor­renti – hinter dem Pseudonym verstecken sich zwei Autoren – war in Italien sehr erfolgreich.

Tatsächlich ist die Story spannend, und das Protagonistenpaar hat auch in seiner Interaktion seinen Reiz. Auch dass der Leser die Ermittlungen aus der Optik von Journalisten und nicht der Polizei verfolgen kann, ist originell. Vielleicht ist das Ganze eine Spur zu lang geraten. Dies liegt an den häufigen Anekdoten aus dem Alltag auf Redaktionen. Ein gewisses Interesse an der Zeitungsbranche wird vorausgesetzt, wobei auch Medienkritisches nicht ausgeblendet wird. Dass Besana und Piatti den Fall lösen, nährt die Hoffnung, ­ihnen vielleicht in einem nächsten Roman wiederzubegegnen.

Dario Correnti: Kälter als der Tod. Penguin, 510 S., Fr. 15.–

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