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Stahlbergers Klanggewitter im Palace

Mit musikalisch wuchtigen und sperrigen Auftritten hat die Band Stahlberger an zwei ausverkauften Konzertabenden ihr neues Album getauft. Die fünf Bandmitglieder liessen im St. Galler Palace ein Gewitter der elektronischen Musik los.
Urs-Peter Zwingli
Manuel Stahlberger an der Plattentaufe im Palace. (Bild: Benjamin Manser, St.Gallen, 19. April 2019)

Manuel Stahlberger an der Plattentaufe im Palace. (Bild: Benjamin Manser, St.Gallen, 19. April 2019)

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Stahlberger mögen alle, das zeigt ein Blick ins Publikum im ausverkauften St. Galler Konzertlokal Palace: 20-jährige Hipsterjungs nicken genauso wie 55-jährige Hornbrillenträger im Takt, als die fünfköpfige Band in der Nacht auf Ostersamstag die ersten Bassläufe und Synthieklänge ertönten lässt.

Es war der Beginn des ersten von zwei aufeinanderfolgenden Konzertabenden, an denen Stahlberger ihr viertes Album «Dini zwei Wänd» tauften. Die Stahlberger-Plattentaufen im pumpenvollen Palace haben Tradition, doch die Band zeigte eindrucksvoll, dass sie nicht zurückschaut: Die ersten zwei Drittel ihres zweistündigen Auftrittes waren dominiert von wuchtiger, düsterer und streckenweise psychedelischer Musik mit vielen elektronischen Einflüssen.

Stahlberger bleibt cool im Rollkragenpulli

Was geblieben ist, ist der lakonische Sprechgesang und die klug-witzigen Texte von Manuel Stahlberger, der im heissen Palace einen Anzug mit Rollkragenpulli trug. Stoisch behielt Stahlberger die überwarme Kombination an und widmete sich als Bandleader fast unbewegt seinem Mikrofon, erst nach sechs Liedern zückte er seine Ukulele.

Währenddessen bearbeiteten die Musiker Michael Gallusser (Gitarre), Dominik Kesseli (Schlagzeug), Christian Kesseli (Gitarre) und Marcel Gschwend (Bass) wie wild ihre Instrumente und nahmen immer wieder eines der zahlreichen Effektgeräte, Keyboards und Synthesizer zur Hilfe, um ein wahres Klanggewitter loszulassen. Die Songs vom neuen Album mit Titeln wie «Schäbikon», «Wieder i de Schuel» oder «Über Nacht isch en Sturm cho» eröffneten das Konzert und schufen einen Spannungsbogen, der von der basslastigen und treibenden Musik getragen wurde.

Später spielten Stahlberger dann für das begeisterte Publikum auch alte Hits wie «Klimawandel», «Immer wieder use» oder «Heimat». Die Konzerte in St. Gallen sind der Auftakt zu einer Tournee, die Stahlberger durch die Deutschschweiz und nach Konstanz führt.

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