Stadt Winterthur will Afro-Pfingsten auch nicht retten

Die Stadt Winterthur will die 700'000 Franken Schulden des Vereins Afro-Pfingsten nicht übernehmen. Somit findet die Ausgabe 2016 definitiv nicht statt. Bereits vor gut einer Woche hatte der überschuldete Verein mitgeteilt, die Planung weiterer Festivals sei «nicht sinnvoll».

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Verschiedene Gerichte können Besucher am Afro-Pfingsten probieren. (Bild: PATRICK B. KRAEMER (KEYSTONE))

Verschiedene Gerichte können Besucher am Afro-Pfingsten probieren. (Bild: PATRICK B. KRAEMER (KEYSTONE))

Für die Ausgabe 2016 gab noch einen leichten Hoffnungsschimmer. Nun ist klar, dass das Festival im kommenden Jahr nicht stattfinden wird, wie die Stadt Winterthur und der Verein Afro-Pfingsten am Freitag gemeinsam mitteilten.

Schulden von 700'000 Franken
Die Stadt wolle für die aufgelaufenen Schulden von rund 700'000 Franken keinen Sanierungsbeitrag leisten, heisst es weiter. Dies wurde in einem Gespräch zwischen dem Stadtpräsidenten, der Leiterin des Bereichs Kultur und dem Sanierungsbeauftragten des Vereins festgehalten.

Beide Seiten signalisierten jedoch Interesse an einer Fortsetzung des Festivals. Zuerst müsse jedoch die aktuelle finanzielle, strukturelle und rechtliche Situation bereinigt werden, bevor man sich mit der Zukunft des Festivals befasse. Dieses hatte vor 25 Jahren erstmals stattgefunden und sich mit seinem Mix aus Musik und Multikulti-Markt schnell etabliert.

Einnahmen blieben aus
Vor drei Jahren war das finanziell angeschlagene Festival von einer neuen Trägerschaft übernommen worden. Die erhofften Einnahmen blieben jedoch aus, insbesondere weil die Konkurrenz im Konzert− und Eventbereich stets grösser wurden, der Erlös aus dem Ticketverkauf hingegen immer kleiner. (sda)