Stadt fördert und anerkennt ihre Künstler

Der Anerkennungspreis ist mit 15 000 Franken dotiert. Er wird an Personen verliehen, die sich mit ihrem kulturellen Wirken «besondere Verdienste um die Stadt erworben haben».

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Der Anerkennungspreis ist mit 15 000 Franken dotiert. Er wird an Personen verliehen, die sich mit ihrem kulturellen Wirken «besondere Verdienste um die Stadt erworben haben». Die Förderungspreise sind mit je 7500 Franken dotiert und gehen an Kulturschaffende als «Ansporn zur Fortsetzung und Weiterentwicklung der kulturellen Tätigkeit».

Anerkennungspreis

Niklaus Meyer erhält den Anerkennungspreis 2011. Er wirkt seit vielen Jahren in St. Gallen als sehr vielseitiger Musiker. Seine Stationen in der St. Galler Musiklandschaft sind vielfältig. Viele Jahre setzte er sich engagiert für den musikalischen Nachwuchs ein. Als Gründungsmitglied war er von Anfang an bei Open Opera dabei. Zudem tritt er als Kammermusiker und Liedbegleiter auf.

Genau vor 30 Jahren übernahm Niklaus Meyer die Leitung des St. Galler Kammerchors, einem festen Bestandteil der St. Gallischen Chorszene, und macht immer wieder durch ungewöhnliche Projekte in verschiedenen, auch ungewöhnlichen Lokalitäten auf sich aufmerksam. Unter Meyers Leitung hat sich der Kammerchor zu einem vielseitigen Ensemble entwickelt. So kamen immer wieder Aufführungen ganz verschiedener Provenienz zustande, oft in Zusammenarbeit mit freien Ensembles. Im Rahmen von Open Opera hat Niklaus Meyer mit dem St. Galler Kammerchor u. a. die «Carmina Burana» und «Herakles» realisiert.

Förderungspreise

Der St. Galler Pianist und Soundtüftler Urs Baumgartner setzt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Möglichkeiten der elektronischen Musik auseinander. Mit verspieltem Forschergeist nähert er sich den vielschichtigen elektronischen Soundwelten und mit ernsthafter Beharrlichkeit geht er dabei in die Tiefe.

Die Kunstvermittlerinnen und Kuratorinnen Nadia Veronese und Kathrin Dörig haben 2009 die Guerilla Galerie gegründet. Beide haben ein Gespür für Kunst wie auch für ideale Orte zur deren Präsentation. Dass sich diese Orte abseits etablierter Ausstellungsinstitutionen und Galerien befinden, eröffnet neue Möglichkeiten auf mehreren Ebenen. Mit unkonventionellen Ausstellungsorten erreichen sie ein ganz neues Publikum.

Der Lehrer, Schriftsteller und Literaturvermittler Christian Mägerle war zeitlebens vielseitig kulturell tätig: Neben der Unterrichtstätigkeit hat er Chöre geleitet und Lehrervereine geführt. Seit 1977 hat er sich als Herausgeber von Texten von Schriftstellerinnen und Schriftstellern aus Stadt und Region verdient gemacht. Er hat echte Kärrnerarbeit als Literaturvermittler geleistet, Von 1997 bis 2011 präsidierte Mägerle die St. Galler Gesellschaft für deutsche Sprache und Literatur.

Im Zentrum der Werkserien der St. Galler Künstlerin Michèle Mettler stehen das Porträt, die Transformation, die Täuschung, die Auflösung, das Verschwinden. Die analog bearbeiteten Bilder erzählen vom Versuch, etwas festzuhalten, von der Erinnerung und vom bildgewordenen Wunsch einer Annäherung. Die ausgebildete Fotografin kombiniert häufig Malerei und Fotografie, Während eines zweijährigen Aufenthalts in Peking bildete sie sich in Chinesischer Kalligraphie weiter. (pd)

Öffentliche Preisverleihung: 10. November, Palace St. Gallen, 18 Uhr

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