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St.Galler Schwäne für den Bodensee

Simon Starling zeichnet in einem dreiteiligen Kunstprojekt den Weg des St.Galler Trinkwassers nach. Für die dritte Station fehlt noch Geld.
Christina Genova
Diese Schwanreiterin und ihr Zwilling aus Terrakotta befinden sich in Goldach. (Bild: PD)

Diese Schwanreiterin und ihr Zwilling aus Terrakotta befinden sich in Goldach. (Bild: PD)

In Goldach steht am Hafen Rietli seit neustem eine Vitrine mit zwei Skulpturen. Eine besteht aus Bronze, die andere aus Terrakotta, ansonsten gleichen sie sich wie ein Ei dem anderen.

Die auf einem Schwan reitenden Mädchen sind Teil des dreiteiligen Kunst-am-Bau-Projektes «Fountain» zum Neubau des Naturmuseums St.Gallen und stammen vom britischen Künstler Simon Starling. Eine erste Vitrine mit zwei Schildkrötenreiterinnen wurde vor zwei Jahren vor dem Naturmuseum aufgestellt.

Zweiter Auftritt für Originalfiguren

Starling bezieht sich mit seinem Projekt auf den St.Galler Broderbrunnen, der 1898 vom Toggenburger Bildhauer August Bösch geschaffen und vom Kantonsrichter Hans Broder finanziert wurde. Er erinnert an die ab 1895 erfolgte Versorgung der Stadt mit Trinkwasser aus dem Bodensee. Starling zeichnet mit den drei Vitrinen den Weg des Wassers vom See nach St.Gallen nach. Die Originalfiguren des Broderbrunnens wurden im Jahr 2000 durch Abgüsse ersetzt und fortan im Lager des Historischen und Völkerkundemuseums St.Gallen untergebracht.

Fischmädchen aus Kohle

Simon Starling kombiniert drei dieser Originalbrunnenfiguren mit einem ­Abguss und stellt sie einander gegenüber. Die Abgüsse wurden in der Kunst­giesserei St.Gallen hergestellt und bestehen aus wasserabsorbierenden Materialien: Der Zwilling vor dem Naturmuseum wurde mit dem 3D-Drucker aus Kunststoff gedruckt und der Hohlraum mit Kieselgel aufgefüllt, das sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen kann. Dasselbe gilt für die Terrakotta-Figur in Goldach.

Es fehlt nur noch das letzte Zwillingspaar: Die dritte Vitrine mit zwei Fischreiterinnen soll im St.Galler Stadtpark zwischen dem Kunstmuseum und dem Historischen und Völkerkundemuseum zu stehen kommen. Der Zeitpunkt ist noch unklar, die Finanzierung noch nicht gesichert. Kunstinteressierte aus der Ostschweiz versuchen, die fehlenden Gelder aufzutreiben. Gemäss Starlings Konzept wird das Fischmädchen vermutlich aus Kohle bestehen.

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