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Velvet Two Stripes: Spontan, wild und recht laut

Die St. Galler Band Velvet Two Stripes durchlebte bei den Aufnahmen des neusten Albums «Devil Dance» eine intensive Zeit. Jetzt machen sie, was sie am besten können: ihre Songs auf Tour live spielen.
Philipp Bürkler
Velvet Two Stripes mit Sara Diggelmann, Franca Mock, Sophie Diggelmann und David Flütsch (von links).Bild: Starticket

Velvet Two Stripes mit Sara Diggelmann, Franca Mock, Sophie Diggelmann und David Flütsch (von links).Bild: Starticket

Nein, nein. Nervös seien sie nicht, jetzt, wo ihr Baby endlich da sei. Denn «Devil Dance», Velvet Two Stripes zweites Album, ist im Kasten. Und die CDs und Vinyl-Scheiben sind nicht nur bereits ausgeliefert, sondern stehen seit Freitag mit einem Preisschild in den Regalen der Plattenläden. Kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Gitarristin Sara Diggelmann und Bassistin Franca Mock sitzen in einem Cafe und erzählen von ihren Aktivitäten. Saras Schwester Sophie Diggelmann und Schlagzeuger David Flütsch sind an diesem Nachmittag anderweitig beschäftigt. Dennoch sind alle vier zurzeit in der ganzen Schweiz unterwegs auf anstrengender Promotour.

Die seit 2012 bestehende Viererbande wurde schon als «coolste Band der Schweiz» bezeichnet und hatte letztes Jahr ihren grossen Auftritt am Open Air St. Gallen. Trotz des Hypes um sie, arbeiteten VTS mehrere Monate an zwölf neuen Songs. Die bestmöglichen Versionen davon haben sie während zweier Wochen in einem Berliner Studio aufgenommen. «Im Januar 2018 standen unsere Songs fest, im Fe­bruar haben wir sie dann aufgenommen», erklärt Bassistin Franca Mock. «Das war eine intensive Zeit», hakt Sara Diggelmann ein. Der Zeitplan vor einem Jahr im Studio war genau so taff wie die aktuelle Promotour. Doch die Band weiss, wie sie der Prokrastination, der ewig drohenden Gefahr einer Erledigungsblockade, entkommt. «Wir arbeiten besser, wenn wir einen fixen Termin haben», so die Strategie für fokussiertes Arbeiten der vier Freunde.

Im Nachtleben gibt es wenig Sonnenlicht

Studio, essen, schlafen, Studio: das treffe den intensiven Tagesrhythmus während der Aufnahmen in der deutschen Hauptstadt am besten. «Bis abends um elf waren wir im Studio, danach schauten wir zusammen einen Film, meistens Musikdokus, am nächsten Morgen ging es um elf wieder ins Studio», erinnert sich Sara. Sie hätten gleich oberhalb des Studios gewohnt und seien deshalb fast gar nie rausgekommen. Tatsächlich sei die Arbeit im Studio aber viel eher produktiv und aufregend gewesen als anstrengend und Kräfte raubend, trotz wenig Sonnenlicht. «Es ist toll, man kommt da zusammen hin und schaut sich die Songs an und entwickelt sie nochmals weiter», sagt Bassistin Franca.

In den Songs verarbeiten Velvet Two Stripes häufig Erlebtes und Gefühle aus dem Nachtleben. «Das kann eine einfache Erzählung einer durchzechten Nacht sein», erklärt Franca Mock. Oder es geht ums Trinken, wie im vor knapp zwei Wochen veröffentlichten Video mit dem konsequenten Namen «Drinks». In ihrer Musik steht das authentische Lebensgefühl des Rock and Roll im Mittelpunkt. Wild, spontan und recht laut.

Eine politische Band wollen VTS nicht sein. Um über den Zustand der Welt zu sprechen, sei ein Interview wahrscheinlich der falsche Ort. Persönlich seien sie aber durchaus politisch, als Band wollten sie aber keine Message rüberbringen. Oder wie es Franca Mock sagt: «Wir wollen nur Musik machen, das ist unsere Passion.»

Tour durch die Schweiz

Diese Leidenschaft dürften die beiden Frauen zusammen mit ihren anderen zwei Mitgliedern in den kommenden Monaten voll und ganz ausleben. Auf der Bühne, vor Publikum. «Wir sind eine Live-Band, wir lieben es, unsere Songs live auch etwas anders zu spielen als sie auf dem Album tönen», erklärt Franca das Live-Erlebnis. Dazu gehöre auch der Austausch nach der Show. «Die Leute sollen nach dem Konzert zu unserem Stand kommen», wirbt Franca für die angebotenen T-Shirts und Schallplatten. «Es lohnt sich sowieso immer, zu uns zu kommen. Da kann man mit uns schwatzen und ein Bier trinken». Das ist das Live-Erlebnis.

Der Gedanke an die kommende Woche bringt dann doch etwas Anspannung. «Etwas nervös bin ich vielleicht wegen der Plattentaufe am kommenden Donnerstag in Zürich», so Gitarristin Sara Diggelmann. Aber die Nervosität werde sich rasch legen. «Spätestens nach dem ersten Ton», beruhigt Franca Mock.

Plattentaufe, 14.2. Bogen F, Zürich

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