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Kinderbuchtipps: Geschichten für die letzte halbe Stunde

Die besten Steilvorlagen für Gutenachtgeschichten geben Kinder häufig selbst. Wer nicht so leicht abends Märchen aus dem Ärmel schüttelt, vertraut auf diese Vorlesebücher von David Grossman und Anna Schindler.
Bettina Kugler

Spaziergang in den Bildern überm Bett

Erwachsene kennen ihn als Romanautor und engagierten politischen Essayisten: David Grossman zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der israelischen Gegenwartsliteratur. Regelmässig hat er auch Kinder- und Jugendromane geschrieben und als Vater und Grossvater abends Gutenachtgeschichten aus dem Ärmel geschüttelt. Viele davon sind in Israel als Einzelbände erschienen; in deutscher Übersetzung gibt es sie jetzt gesammelt. Eine Anschaffung, die sich lohnt, denn mit einem Mal Vorlesen wird es nicht getan sein: so nah am Denken, Fühlen und Erleben eines Kindergärtlers ist Grossman als Erzähler – und ebenso fantasievoll wie Ruthie und Racheli, Joram und Jonathan. Sie alle haben Eltern, die das Zubettgehen ­ (oder das Aufstehenmüssen) zur schönsten Spielzeit machen. Man kann sich das von ihnen abschauen oder dem Kind zumindest eine weitere Geschichte gönnen. Bevor es dann, wie Joram, in den Bildern über dem Bett spazieren geht.

David Grossman: Giraffe und dann ab ins Bett! Mit Illustrationen von Henrieke Wilson. Ab 4. Hanser, 112 S., Fr. 23.-

Glück lässt sich nicht festhalten

Mit fünf Stichworten aus dem Stegreif ein Märchen spinnen: Das könnte zum Ritual vor dem Einschlafen werden. Müde Väter oder Mütter lassen sich fürs erste vom hellwachen und fantasie­vollen Kind in den Kissen helfen. Oder sie wählen zum Aufwärmen diese federleicht und poetisch ­erzählte Geschichte von Anna Schindler, in der es beispielhaft gelingt. Vorkommen sollen ein König, ein armer Bub, eine Flöte, der Mond – und Zitronenbonbons mit blauen Sternen. So will es Arthur in der Rahmenhandlung. Die kluge Mutter Arthurs fängt märchenhaft an: mit einem mächtigen König. Unglücklich hockt er in seinem prachtvollen Palast; nichts kann ihm helfen – es sei denn, jemand löst die ­rätselhafte Prophezeiung einer Wahrsagerin: «Nur wenn du den Mond in Händen hältst, wirst du glücklich sein.» Hier ist ein armes Kind gefragt; der Zufall führt zu einer klugen Lösung. So rundet sich das Märchen weise. Arthur schläft zufrieden ein, ebenso das lauschende Kind, dem die Geschichte vorgelesen wird. Es sei denn, es denkt bereits über die Zutaten der nächsten nach.

Anna Schindler, Kerstin Kubalek: Der Mond im See. Ab 3. Ellermann, 24 S., Fr. 6.-

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