«Somit arbeite ich nicht auf gestohlenem Grunde»

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Als Sammlung von Kolumnen aus dem «Sarganserländer» erschien 1911 Johann Künzles Büchlein «Chrut und Uchrut». Er gab darin Erfahrungen seiner Kräuterheilkunde mit Pflanzenporträts und Anleitungen zur Selbsthilfe weiter. Dem Vorwurf entgegentretend, als Pfarrer habe er in der Heilkunde nichts zu suchen, schrieb er im Vorwort: «Im Mittelalter war jeder Pfarrer etwa Mediziner; jedes Kloster hatte einen Mönch, der sich mit der Kräutermedizin befassen musste; ja sogar Bischöfe scheuten sich nicht, Kräuterbücher herauszugeben. Somit arbeite ich nicht auf gestohlenem Grunde, sondern auf einem alten Erbteil.» Das Buch wurde in mehrere Sprachen übersetzt und in über 2 Millionen Exemplaren verbreitet. Im AT-Verlag ist soeben die 43. Auflage erschienen, mit Illustrationen ergänzt sowie aktualisiert und erweitert vom Drogisten und Naturheilkundeexperten Peter Oppliger. (Hn.)

Johann Künzle, Peter Oppliger: Chrut und Uchrut, AT-Verlag 2017, 136 S., Fr. 21.90

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