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Interview

Tänzerin Lea Moro hat einen ganzen Tag mit St.Galler Regierungsrat Martin Klöti verbracht: «Er sieht sich als Leopard»

Die Rapperswiler Tänzerin und Choreografin Lea Moro entwickelt aus der Begegnung mit Regierungsrat Klöti ein Tanzstück. Premiere ist am Wochenende.
Christina Genova
Elefantenritt mit Martin Klöti und Lea Moro. Bild: Mona De Weerdt

Elefantenritt mit Martin Klöti und Lea Moro. Bild: Mona De Weerdt

Einen ganzen Tag hat die Tänzerin und Choreografin Lea Moro Mitte Juli mit dem St.Galler Regierungsrat Martin Klöti in Rapperswil-Jona verbracht. Die 32-Jährige ist dort aufgewachsen, für Klöti war die Stadt lange Wahlheimat. Die Eindrücke des gemeinsamen Tages verarbeitet Moro in einem Tanzstück, einem «Sketch of Togetherness». Es ist das vierte einer Serie und kommt am nächsten Wochenende zur Aufführung (Dramaturgie: Mona De Weerdt, Ton/Video: Michelle Ettlin).

Wie entstand das Konzept der «Sketches of Togetherness»?

Lea Moro: Meine letzten vier Arbeiten waren typische Bühnenstücke. Ich hatte Lust, etwas Unabgeschlosseneres zu machen und mich auf Leute einzulassen. Es scheint heute so einfach, mit Leuten in Kontakt zu treten. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass wir uns fast nicht mehr begegnen. Es ist Arbeit, mit jemandem einen Tag zu verbringen. Sich auf jemanden einzulassen bedingt eine gewisse Offenheit und Energie.

Der «Sketch» mit Martin Klöti ist Ihr vierter.

Wir haben dieses Jahr drei Sketches abgeschlossen. Der letzte fand am 6. September anlässlich der Eröffnung des Ersatzneubaus Tanzhaus in Zürich statt zwischen dessen Architekten Alberto Veiga und mir.

Wie ist der Tag mit Martin Klöti verlaufen?

Wir haben uns in der Hochschule Rapperswil getroffen, dort Kaffee getrunken und uns lange unterhalten. Danach sind wir bis in die Hälfte des Holzstegs gelaufen und später in die Altstadt, wo wir zu Mittag gegessen haben. Dann ritten wir in Knies Kinderzoo auf einem Elefanten. Wir gingen auch kurz in die Alte Fabrik und zum Abschluss ins Kunstzeughaus. Die Ton- und Videoaufnahmen, die während des Tages entstanden, werden in die Aufführung einfliessen.

Was hat Sie am meisten überrascht?

Es war speziell, den Tag in Rapperswil-Jona zu verbringen, weil ich hier aufgewachsen bin. Es kamen viele Erinnerungen auf. Auch Martin Klöti als Mensch fand ich spannend, ich bin ja sonst nicht so in Kontakt mit Politikern. Er führte ein spannendes und abwechslungsreiches Leben. Was ich sehr schätze an Martin Klöti ist, dass er sehr gut kommunizieren kann und eine grosse Argumentationsstärke hat.

An den Aufführungen selbst ist Martin Klöti auch präsent. Welches ist seine Rolle?

Es ist keine frontale Aufführungssituation, in welcher man mir und Martin Klöti zuschauen wird. Das Publikum wird Teil dieser Begegnung.

Tanzen nur Sie oder auch Martin Klöti?

Es ist vorgesehen, dass er mit mir tanzen und sich bewegen wird. Es geht nicht darum, ihn blosszustellen und in eine unangenehme Situation zu bringen. Aber es soll nichts Fixfertiges sein, weil die Aufführung sonst an Spontaneität verliert.

Sie fragen die Menschen, denen Sie in den «Sketches» begegnen, welches Tier sie gerne wären. Was hat Martin Klöti geantwortet?

Er sieht sich als Leopard. Und ich mich als eine Gazelle. Vielleicht haben wir ja diesbezüglich gewisse Verbindungen. (lacht)

  • Aufführungen 20./21.9., 20 Uhr, Kulturzentrum Alte Fabrik, Rapperswil Jona.

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