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Sinfonieorchester St.Gallen:
Auf diese CD darf man sich freuen

Anna Fedorova war am Wochenende in der Tonhalle St.Gallen mit Rachmaninow zu Gast. Die ukrainische Solistin spielt zwei Werke des Russen mit dem Sinfonieorchester ein.
Martin Preisser
Dei ukrainische Pianistin Anna Fedorova. Bild: Marco Borggreve

Dei ukrainische Pianistin Anna Fedorova. Bild: Marco Borggreve

Mit der noch nicht 30-jährigen Anna Fedorova hat sich das Sinfonieorchester St.Gallen eine wunderbare Solistin für die bevorstehende CD-Produktion ausgesucht. Wie glutvoll eindringlich sie Rachmaninow spielen kann, bewies sie am Wochenende in der Tonhalle St.Gallen. Endlich, möchte man sagen, gab es mal das erste Klavierkonzert zu hören, nicht immer das zweite oder dritte.

Wie viel oft eher dunkel-schwere Klangfarbe Anna Fedorova besitzt, hörte man vor allem in ihren Solopassagen, wunderbar dichte Lyrik etwa in der Solokadenz des ersten Satzes. Das erste Rachmaninow-Konzert spielt Fedorova bei aller üppigen, aber warmen Klangfarbenpalette straff-konzentriert. Das Schwelgerische überlässt sie hier eher Modestas Pitrenas und seinem Orchester.

Allererste pianistische Qualität besass auch Fedorovas Sicht von Rachmaninows «Paganini-Variationen». Wieder dieser oft fast betörende Klang, und dabei eine straffe, extrem natürlich wirkende Virtuosität. Geheimnisvoll steigert die Pianistin die Leidenschaft bis hin zur plötzlich weichsten Dur-Romanze. Wo, wenn nicht in diesem Teil der Variationen, gibt es solch russische Seele pur. Feinst ziseliert dann auch die Zugabe, Rachmaninows G-Dur-Prélude aus op. 32. Die St.Galler Musikfreunde dürfen sich jedenfalls jetzt schon auf eine ganz prachtvolle Rachmaninow-CD ihres Orchesters freuen.

Um Rachmaninow herum waren im Tonhalle-Konzert Prokofjews «Sinfonie classique» und Tschaikowskys Tondichtung «Romeo und Julia» gruppiert. Plastisch, witzig, genau lässt Modestas Pitrenas in Prokofjews handwerklich sehr geschicktem Neoklassizismus die fein ineinander greifenden Rädchen abspulen - eine kompakte, spannende Leistung. Dass Pitrenas Tschaikowsky «kann», hat er mittlerweile schon gezeigt. So auch in «Romeo und Julia»: Genaue, klanglich polierte Steigerungen ruft er da vom Orchester ab. Leidenschaft und Architektonik des Stücks stehen in sehr nachvollziehbarer Balance.

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