Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Sind Felsen wirklich felsenfest?

Claudia Züllig zeigt in der Galerie vor der Klostermauer neue Arbeiten. Zeichnend und malend ist die St. Galler Künstlerin den Formen von Steinen, Felsen und Bergen auf der Spur.
Martin Preisser
Claudia Züllig vor ihren Stein-, Fels- und Berglandschaften. (Bild: Urs Jaudas)

Claudia Züllig vor ihren Stein-, Fels- und Berglandschaften. (Bild: Urs Jaudas)

«Felsenfest» heisst die Ausstellung von Claudia Züllig, aber sollte man «felsenfest» nicht mit einem Fragezeichen versehen? Nur bei einem flüchtigen Blick auf die überwiegend dunkel und monochrom gehaltenen Stein-, Fels- und Berglandschaften wirkt alles starr und unbeweglich. Bei genauerem Eintauchen unterliegen auch diese «schweren» Landschaften einem Zwang zur Bewegung, jedenfalls zu stetigen Veränderungen.

Das Grosse im Kleinen

Jahreszeiten, Schnee und Wetter – auch Berge sind den Rhythmen der Natur unterworfen, das zeigen diese Bilder neben der Faszination der eigentlichen Form auch. Claudia Züllig entwirft imaginäre Landschaften. Ein Stein kann so auch zum Gebirgsmassiv werden, ein tatsächlicher Berg zu einem blossen Felsenrelief. Das Grosse ist im Kleinen, das Kleine im Grossen. Mit sensiblem Sinn und Blick für die Naturformen und ihre Wandelbarkeit sind diese Ölbilder entwickelt.

Ein intensives Augenmerk sollte man aber auch auf Claudia Zülligs linear gehaltene Zeichnungen werfen. Mit Tusche nimmt die Künstlerin Formen auf. Zeichnen sei eine konzentrierte Disziplin, sagt Züllig, die mit dem Leporello in die Berge geht und sich in Stein- und Felsformen wirklich zu versenken scheint.

Nichts Unverrückbares

Ihre Zeichnungen haben auch die Ausstrahlung von etwas Haptischem. Mit der Tuschefeder scheint Züllig die Form regelrecht be-greifen zu wollen. Und was man in den Ölbildern ahnt, kommt in den Zeichnungen ganz deutlich zum Ausdruck: Felsen und Steine sind nicht felsenfest und unverrückbar. Die Zeichnungen bilden wie die Essenz oder die Basis für die Ölmalereien. Diese beeindrucken denn auch durch ein gut ausbalanciertes Licht-und Schattenspiel, durch Farbspiele, die fast wie ein angehaltener Fluss wirken.

Bis 16. Dezember, Galerie vor der Klostermauer. Do + Fr: 18–20, Sa: 11–15; So: 10–12 Uhr. Sonntagsapéros: 25.11. und 9.12., je 10–12 Uhr

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.