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«Sie sollen aus Freude klatschen»

Aus der Bühne wird ein Filmstudio, Schauspieler werden zu Filmgöttern. Wir haben Peter Wenk, Theaterpädagoge und Comedy-Express-Begründer, bei den Proben mit den Diven, Stars und Sternchen getroffen.
Severin Schwendener
Peter Wenk: «Wir wollen, dass die Menschen lachen beim Comedy-Express und sich amüsieren.» (Bild: Nana do Carmo)

Peter Wenk: «Wir wollen, dass die Menschen lachen beim Comedy-Express und sich amüsieren.» (Bild: Nana do Carmo)

Die Premiere am 17. April rückt näher, längst ist sie ausverkauft. Sind alle Stars bereit?

Peter Wenk: Momentan fehlen ihnen noch die Kleider (lacht). Ambrosia Weisser und ich sind gerade dabei, letzte Requisiten und Kostüme für die rund 40 Rollen herzustellen. Eine spannende und aufregende Zeit, man taucht vollständig in die Geschichte ein, immer wieder hat man spontan Einfälle, wie man dieses oder jenes noch verbessern könnte.

Machen denn Ihre Stars diese Eingriffe bis zur letzten Minute überhaupt mit?

Wenk: Natürlich müssen wir aufpassen, dass wir die Schauspieler nicht überfordern. Aber wir haben es hier mit einem Ensemble zu tun, das seit vielen Jahren gemeinsam übt und auftritt. Da stellt sich Routine ein. Ausserdem entstehen unsere Stücke immer durch Improvisation, unsere Stars sind es also gewohnt.

Den Comedy-Express gibt es seit 2003. Was hat sich verändert in all den Jahren?

Wenk: Der Comedy-Express zeichnet sich durch eine grosse Konstanz aus, wir spielen gemeinsam seit Jahren. Wir proben regelmässig, treten regelmässig auf, kennen einander sehr gut. Durch diese Konstanz konnte sich das Ensemble optimal weiterentwickeln, konnten wir eine grosse Fangemeinde aufbauen, die weiterhin stetig wächst und uns viele Gastspiele ermöglicht. Gleichzeitig sind wir professioneller geworden. Mit dem international erfolgreichen Komiker Olli Hauenstein und Ambrosia Weisser, die als Kulturmanagerin ebenfalls viel Know-how mitbringt, haben wir Spezialisten im Boot, die das Ensemble optimal ergänzen.

Was zeichnet den Comedy-Express denn nun aus, nach diesen Jahren des Reifens?

Wenk: Wir bieten Menschen, die Humor schätzen, einen unbeschwerten Abend, an dem sie von Herzen lachen können.

Dass die Schauspieler des Comedy-Express Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung sind, erwähnen Sie gar nicht.

Wenk: Es ist auch nicht zentral. Wir wollen gutes Theater machen und haben hohe künstlerische Ansprüche an uns. Die Leute, die zu uns kommen, sollen nicht aus Mitleid klatschen.

Wie reagiert denn das Publikum auf die Tatsache, dass Schauspieler auf der Bühne stehen, die eine geistige Beeinträchtigung haben?

Wenk: Bei Zuschauern, die uns nicht kennen, spürt man manchmal am Anfang eine kleine Unsicherheit nach dem Motto: Darf ich jetzt wirklich lachen? Doch das legt sich schnell. Denn genau das wollen wir ja: dass die Menschen lachen und sich amüsieren.

Ist es für Sie als Regisseur anders, wenn Sie mit Menschen arbeiten, die eine Beeinträchtigung aufweisen?

Wenk: Der Prozess von der Idee bis zum fertigen Stück dauert länger. Es lohnt sich, viel Zeit zu investieren ins Ausprobieren von konkreten Situationen, die die Schauspieler kennen und in denen sie sich zurechtfinden und in der Improvisation entsprechend handeln können. Eine unserer Stärken ist zudem die Spielfreude, die jedoch nur zum Tragen kommt, wenn die Schauspieler ihre Stärken entfalten und sich voll und ganz einbringen können.

Gibt es ein Geheimrezept für den anhaltenden Erfolg des Comedy-Express?

Wenk: Selbstverständlich sind es viele Faktoren und Menschen, die den Comedy-Express erfolgreich machen. Zentral ist aber sicher Olli Hauenstein. Er kennt die Leute, steht mit ihnen auf der Bühne, kann professionell eingreifen und improvisieren, wenn mal etwas nicht ganz rundläuft. Das ist sehr wichtig. Und nicht zuletzt profitieren wir von der Unterstützung und der guten Infrastruktur der Bildungsstätte Sommeri. Dies erst ermöglicht uns eine effiziente und kontinuierliche Arbeit.

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