Sherlock Holmes muss leiden

Am Fernsehen

Cornelia Wystrichowski
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Der berühmteste Privatdetektiv der Welt ist zurück: Sherlock ­Holmes, genial verkörpert von Benedict Cumberbatch, ermittelt wieder – die ARD zeigt die drei neuen Filme der weltweit erfolgreichen BBC-Reihe. Natürlich ist Holmes’ wackerer Helfer Dr. Watson (Martin Freeman) in der vierten Staffel wieder mit von der Partie. Wie gewohnt, sind die Krimis ein rasant inszeniertes Spektakel voller witziger Sprüche, verwinkelter Fälle und kurioser Einfälle.

Die Auftaktfolge «Die sechs Thatchers» knüpft direkt ans fulminante Finale der dritten Staffel an. Holmes’ ewiger Gegenspieler Moriarty wird für tot gehalten. Dennoch erwartet der Detektiv, dass sein Erzrivale zum Schlag gegen ihn ausholt; er fiebert diesem Moment sogar entgegen, denn er fühlt sich unsagbar un­terfordert. Als an verschiedenen Stellen des Landes Büsten der ehemaligen Premierministerin Margaret Thatcher zerstört werden, hält Holmes das für ein Werk Moriartys. Doch dann kommt er auf die Spur eines Killers, der es auf Mary und Watson abgesehen hat, und für Holmes beginnt eine Zeit der Leiden, die sich über die ganze Staffel erstreckt.

Drogensucht und verdrängte Kindheit

Der Krimi basiert lose auf dem Roman «Die sechs Napoleons» von Sir Arthur Conan Doyle. In der zweiten Folge «Der lügende Detektiv» (5.6.) haben die Ereignisse Holmes in die Drogensucht gestürzt; er begibt er sich auf der Jagd nach einem Serienmörder in höchste Gefahr. Die dritte Folge «Das letzte Problem» (11.6.) gipfelt schliesslich in einer Reise in die Kindheit des Detektivs: Um herauszufinden, was es mit seiner geheimnisvollen Schwester auf sich hat, muss sich Holmes einem verdrängten Kapitel seiner Vergangenheit stellen.

Abgesehen vom übergreifenden inhaltlichen Bogen, der die drei Episoden zusammenhält, kennzeichnet vor allem die Entwicklung des Titelhelden die neue Staffel: Der so übermenschlich intelligent wirkende Detektiv wird immer menschlicher – und damit auch fehlbarer.

Cornelia Wystrichowski

Sherlock – Vierte Staffel, ab So, 4.6., 21.45 Uhr, ARD.

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