SEXUALDELIKTE: Immer neue Anschuldigungen

Hollywood-Mogul Harvey Weinstein wird auch der Vergewaltigungen beschuldigt.

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Der Skandal um den Hollywood-Filmproduzenten Harvey Weinstein zieht immer grössere Kreise. Weitere prominente Weggefährten warfen dem 65-Jährigen unter anderem sexuelle Belästigung vor – unter ihnen die Schauspielerinnen Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie.

Weinstein habe sie als 22-Jährige angefasst und massieren wollen, sagte Paltrow der «New York Times». Sie habe sich aber geweigert. Auch Jolie berichtete der Zeitung von einer «schlechten Erfahrung» mit Weinstein in ihrer Jugend. «Als Ergebnis habe ich mich entschieden, nie wieder mit ihm zu arbeiten und andere vor ihm zu warnen. Dieses Verhalten gegenüber Frauen ist in jeder Branche und in jedem Land inakzeptabel.»

Zahlreiche Weggefährten sind auf Distanz gegangen

Die frühere US-Aussenministerin und Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zeigte sich entsetzt. «Ich war von den Enthüllungen schockiert», teilte Clinton über ihren Sprecher auf Twitter mit. Weinsteins Verhalten könne nicht hingenommen werden.

Zuvor waren bereits Weggefährten wie Meryl Streep, George Clooney, Lena Dunham, Judi Dench, Kate Winslet, Mark Ruffalo und Christian Slater auf Distanz zu Weinstein gegangen. Die Frauenrechtsanwältin Gloria Allred forderte ihn auf, an einem Mediationsverfahren teilzunehmen. «Wenn er ein Verfahren zulässt, das Gerechtigkeit möglich macht, würde ihm das sehr dabei helfen, seinen Ruf zu reparieren», sagte Allred vor Medien in Los Angeles.

Nach Berichten der «New York Times» soll der einflussreiche Filmproduzent jahrzehntelang junge Talente und Mitarbeiterinnen sexuell belästigt und mit Abfindungen zum Schweigen gebracht haben. Drei Frauen werfen ihm gar vor, sie vergewaltigt zu haben, wie das Magazin «New Yorker» berichtete. Unter ihnen ist die italienische Schauspielerin und Regisseurin Asia Argento.

Vergewaltigungsvorwürfe zurückgewiesen

Weinstein wehrte sich gegen die Vergewaltigungsvorwürfe. Er wies über eine Sprecherin alle Anschuldigungen über nicht einvernehmlichen Sex zurück. Weinstein hatte erklärt, eine Auszeit nehmen zu wollen. Am Sonntag erhielt er von seinem Filmstudio «The Weinstein Company», das er mit seinem Bruder Bob gegründet hat, die Entlassung. Seine Frau trennte sich inzwischen von ihm. Sie erklärte dies am Dienstag gegenüber dem Magazin «People». (sda)