Serbische Entdeckungen

Lesbar Küche

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Tatjana Petkovski: Die serbische Küche, Leopold-Stocker-Verlag 2016, 111 S., Fr. 23.90

Das südslawische Volk der Serben hat eine wechselvolle Geschichte. Das hat auch kulinarisch Spuren hinterlassen. Die serbische Küche sei eine Mischung aus Osten und Westen, sie habe sich unter der Herrschaft des Osmanischen Reiches und der Österreichisch-Ungarischen Monarchie entwickelt, schreibt Tatjana Petkovski. Ein dritter Faktor sei die Fähigkeit der serbischen Hausfrauen, aus nichts etwas zu machen. Petkovski hat sechzig traditionelle Rezepte zusammengetragen wie Lammeintopf, Strudel mit Kraut und Reis oder betrunkenen Karpfen. Ein schlichtes, aber anregendes und alltagstaugliches Kochbuch.

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Andi Schweiger: Regional mit Leidenschaft, ZS-Verlag 2016, 215 S., Fr. 35.90

Qualität aus der Nähe

Die Gesellschaft sei gerade daran zu verlernen, «wie geil gutes Essen ist», schreibt Andi Schweiger. Er ruft deshalb dazu auf, wieder mehr auf Qualität zu achten – und sagt auch, wo man die findet: Auf Märkten und bei Bauern. Sein Buch enthält Bildreportagen zu Themen wie Jagd, Essig oder Brot, versammelt 85 Rezepte von Aal bis Zander und listet die wichtigen Produkte jeder Jahreszeit auf. Ein sorgfältig gemachtes, schönes Buch als kulinarischer Begleiter durch das Jahr.

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Michaela Hager: Festtagsküche, Brandstätter Verlag 2016, 240 S., Fr. 48.90

Ein Fest auch fürs Auge

Da kommt schon beim Durchblättern Feststimmung auf. Susanne Spiel hat Bündnerfleisch mit Roquefort-Bärlauch-Pralinen, geräucherten Saibling, Ossobuco mit Safranrisotto und Zitronentarte wunderbar in Szene gesetzt und mit Stillleben ergänzt. Die Wirtin und Fernsehköchin Michaela Hager beschreibt nicht nur die Zubereitung der Speisen, sondern sagt auch, was schon am Vortag bereit gemacht werden kann, und gibt Dekorationstips. Ein eigentliches Poesiekochbuch.

Beda Hanimann