Selbstlob kostete Marcel Proust ein Vermögen

Kurz & knapp

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Der französische Autor Marcel Proust («Auf der Suche nach der verlorenen Zeit») hat für wohlwollende Kritiken tief ins Portemonnaie gegriffen. Briefe, die im Oktober versteigert werden, belegen das. Für die von ihm selbstverfasste Lobeshymne auf seinen ersten Roman, der von mehreren Verlagen abgelehnt worden war, zahlte der wohl­habende Autor 300 Francs, was heute rund 1140 Franken entspricht. Sogar für die Veröffentlichung des ersten Romans musste Proust die Kosten selbst tragen. Viele Verleger, unter ihnen Gaston Gallimard, ärgerten sich nachher allerdings über die Absagen. Geld und Geduld tragen Früchte – zumindest bei Marcel Proust. (hak)