Sehr sehenswert

Die Ausstellung «10 Jahre – 10 Künstler» im Museum Rosenegg bietet eine von Philippe Mahler sorgsam kuratierte Schau über qualitätvolles regionales Kunstschaffen. Mahler selbst geht mit Bildern von Schultafeln direkt auf die Geschichte des Hauses als ehemaliges Schulhaus ein.

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Die Ausstellung «10 Jahre – 10 Künstler» im Museum Rosenegg bietet eine von Philippe Mahler sorgsam kuratierte Schau über qualitätvolles regionales Kunstschaffen. Mahler selbst geht mit Bildern von Schultafeln direkt auf die Geschichte des Hauses als ehemaliges Schulhaus ein. Richard Tisserands grosses Hinterglasbild «Seerhein» scheint das Museum direkt in der Kulturregion verorten zu wollen.

Weitere arrivierte Künstler wie die Konstanzer Markus Brenner oder Matthias Holländer sind vertreten, wie alle anderen jeweils mit typischen, ihren Personalstil zeigenden Arbeiten. Christian Lippuners Bild «Im Glaube an Freiräume» zeigt den Thurgauer Künstler mit einer tafelartigen Arbeit, die gesellschaftspolitischen Inhalt ausstrahlt.

Was der Gruppenausstellung besonders gelingt, ist der Link zwischen historischen Gegenständen des Heimatmuseums und aktueller Kunst, die sich oft fast beiläufig in museale Kontexte einreiht und «entdeckt» werden will. Othmar Eder steuert da kleine Zeichnungen bei, die sich auf die benachbarten Ofenkacheln beziehen könnten.

In der Küche des Heimatmuseums finden sich Philippe Mahlers typische Stillleben von Alltagsgegenständen, als würden sie schon immer hierher gehören. Begrüsst wird man im Garten von Ursula Fehrs bekannten Ikariden. Und Ede Mayers Raum-Bilder beziehen sich direkt auf die Rosenegg-Zimmer. Einen genauen Blick verdienen auch die immer durchaus verstörenden und verletzten Teddybären von Giancarlo Bolzan. Judit Villigers «Miniaturmuseum» sowie ihre «Reisen zum Mittelpunkt der Erde» sind weitere echte «Hingucker». (map)