Sechsminutenrennen durch die Medien

Irgendwo haben wir diese zwei Sätze schon einmal gelesen: «Sechsminuten» startet fulminant, atemberaubend, spektakulär – und ist schneller zu Ende, als einem lieb ist. Der Vorhang fällt und die Vorstellung beginnt; dann, wenn man alles oder nichts mehr erwartet.

Dieter Langhart
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Ursus & Nadeschkin (Bild: pd/Joel Schweizer)

Ursus & Nadeschkin (Bild: pd/Joel Schweizer)

Irgendwo haben wir diese zwei Sätze schon einmal gelesen: «Sechsminuten» startet fulminant, atemberaubend, spektakulär – und ist schneller zu Ende, als einem lieb ist. Der Vorhang fällt und die Vorstellung beginnt; dann, wenn man alles oder nichts mehr erwartet. Genau: auf der Webseite von Ursus & Nadeschkin. Und in ihren Presseunterlagen.

Aber auch in der «Neuen Zürcher Zeitung» und in sämtlichen Schweizer Zeitungen seit zweieinhalb Jahren, seit dem 5. September 2012, seit der Premiere im Casinotheater Winterthur. Also überall da, wo sich das Komödiantenpaar kurz darauf auf der Bühne gezeigt hat. Inzwischen klingen die Sätze nicht mehr so fulminant und atemberaubend.

Die Sätze werden erneut in sämtlichen Ostschweizer Zeitungen stehen: vor dem 30. und 31. Januar rund um das Alte Kino Mels (ausverkauft), vor dem 6. und 7. Februar im Einzugsgebiet des Casinos Frauenfeld und vor dem 27. und 28. in jenem des Casinos Herisau, vor dem 18. und 20. März rund um den Thurgauerhof Weinfelden.

Umgekehrt schreiben Ursus & Nadeschkin auch bei Zeitungen ab. Etwa bei der Premierenkritik der NZZ: […] in «Sechsminuten» wird wortgewaltig experimentiert, umgestellt und verzweifelt. Zu den hartnäckigsten Teilen gehört eine in mehreren Sprachen wiederholte Szene, die selbst in der Mundartfassung reizvoll unverständlich bleibt. […] Pointen werden nicht bemüht, sie sind einfach da!