Sechs Tage «Kino-Kurzfutter»

Heute beginnen die 19. Internationalen Kurzfilmtage. Neben dem Wettbewerb steht Cineastisches aus Bhutan, Nepal und dem arabischen Raum im Zentrum.

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Frauenkino aus Ägypten: «Cairography» von Dalia Naous. (Bild: pd)

Frauenkino aus Ägypten: «Cairography» von Dalia Naous. (Bild: pd)

WINTERTHUR. Um die Leidenschaft für grosses Kino zu zelebrieren, braucht es nicht zwingend mehr als 30 Minuten. Innovatives Kino, Filme, die berühren, fesseln oder zum Lachen sind und noch lange nachwirken, gibt es im Kurzfilm-Schaffen ebenso. Das beweist jedes Jahr das bedeutendste Kurzfilm-Festival der Schweiz.

Der künstlerische Leiter, John Canciani, sagt: «Das schönste am Kurzfilm ist, dass wir in ihm oft zum erstenmal sehen, was wir erst Jahre später im Langfilm wiederfinden. Dank vergleichsweise tiefer Kosten und kurzer Produktionszeiten kann der Kurzfilm schneller reagieren, mehr experimentieren und riskieren.»

Politisches aus der Schweiz

Die 19. Auflage der Kurzfilmtage Winterthur gibt erneut umfassend Einblick in das aktuelle internationale Schaffen: Insgesamt 233 Kurzfilme in zehn Wettbewerbsblöcken und in 24 thematischen Programmen sind während sechs Tagen zu entdecken. Die stilistische Bandbreite reicht von Spiel- über Dokumentarfilm und Mischformen bis zu experimentellen Arbeiten.

Im Schweizer Wettbewerb zeigt sich die starke Dokumentarfilmtradition der Schweiz, wobei viele der ausgewählten Filmemacher engagiertes Kino und politische Filme präsentieren.

Alltag statt Stereotypen

Politisch, aber nicht nur, wird es auch im grossen Fokus «Arab Encounters», der dem arabischen Raum gewidmet ist. Die acht Programme schauen hinter die Stereotypen und blicken auf einen Alltag, der dem unseren gar nicht so unähnlich ist.

Erfrischend neu auch das Kino, das es im Länder-Fokus zu Bhutan und Nepal zu entdecken gibt. Die Sektion «Person im Fokus», aber auch Filme von Andy Warhol, die noch nie in der Schweiz zu sehen waren, sowie Werke der Dada-Bewegung damals und heute gehören ebenfalls zum Filmangebot. (red.)

3. bis 8.11, www.kurzfilmtage.ch