Schwein verschickt

Jared Leto nahm seine Rolle als Joker in der Comicverfilmung «Suicide Squad» sehr ernst. Er blieb auch dann in der Rolle des Schurken, wenn die Kamera nicht mehr auf ihn gerichtet war.

Melissa Müller
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Jared Leto nahm seine Rolle als Joker in der Comicverfilmung «Suicide Squad» sehr ernst. Er blieb auch dann in der Rolle des Schurken, wenn die Kamera nicht mehr auf ihn gerichtet war. Und nervte seine Co-Stars Will Smith und Margot Robbie, indem er ihnen Ratten, Analketten und ein totes Schwein schickte. «Die ganzen Psychospiele haben mir Spass gemacht», sagt der 44-Jährige, der sich für seine Figur vom verstorbenen Popstar David Bowie inspirieren liess. «Der Joker wurde für mich fast zur realen Person, zu einem delirierenden Schamanen.»

Zu den Method Actors, die kompromisslos mit ihrer Rolle verschmelzen, gehört auch Christian Bale. Er hungerte sich auf 55 Kilo herunter, um einen Arbeiter zu spielen. Auch Daniel Day Lewis behält Akzent und Körperhaltung seiner Figur in den Drehpausen bei. Was für seine Kollegen anstrengend ist, da er eine Vorliebe für problematische Charaktere wie Rowdies und Mörder hegt.

Meistens applaudieren die Kritiker, wenn Schauspieler ihre Rollen bis zur Selbstaufgabe spielen. Bei Jared Leto hat sich die Mühe kaum gelohnt: Die meisten Joker-Szenen wurden aus dem Film geschnitten. «Fuck em' all!», schimpfte er enttäuscht über die Studiobosse.