Schriftstellerin Paula Fox ist tot

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Nachruf Die US-amerikanische Schriftstellerin Paula Fox ist tot. Die Autorin, die sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geschrieben und zahlreiche Preise gewonnen hat, sei bereits in der vergangenen Woche mit 93 Jahren in New York gestorben, berichteten US-Medien. Für «Ein Bild von Ivan» hatte Fox 2008 den Deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen. Ihr erster Roman «Pech für George» erschien 1967. Insgesamt hat Fox mehr als 25 Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geschrieben, darunter auch «Was am Ende bleibt» (1970), dem der prominente Schriftsteller Jonathan Franzen zu einem späten Bestseller-Erfolg verhalf. Das Grosse im Kleinen zu offenbaren, Figuren als kühle Beobachterin wie unter dem Vergrösserungsglas zu zeigen – diese Qualitäten zeichnen Paula Fox’ Prosa durchgehend aus.

Leben und Schreiben der Autorin lassen sich kaum trennen, betont ihre Biografin, die Literaturwissenschafterin und Journalistin Bernadette Conrad («Die zwei Leben der Paula Fox»). Fox war als Baby in ein Findelheim gegeben worden und dann an vielen verschiedenen Orten aufgewachsen; mit 21 gab sie selbst ihre Tochter zur Adoption frei und fand sie erst wieder, als sie schon siebzig war. Sie hatte drei Kinder und war zuletzt mit dem Literaturkritiker Martin Greenberg verheiratet gewesen. Viele ihrer Romane widmen sich vernachlässigten, allein gelassenen Kindern oder Kindern mit unzuverlässigen Eltern – ein Lebensthema für Paula Fox. (sda/bk.)