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Fotokunst in Zürich an der Photo 19

An der «Photo 19» zeigen in Zürich rund 200 Schweizer Fotokünstler ihre aktuellsten Werke. Die grösste Fotoausstellung der Schweiz ist eine Schau zwischen Street Photography und Drohnenaufnahmen.
Diana Hagmann-Bula
Poetisch und mit grafischen Schattenspielen: So sieht der Zürcher Fotograf Joseph Khakshouri den Hitzesommer. (Bild: Joseph Khakshouri)

Poetisch und mit grafischen Schattenspielen: So sieht der Zürcher Fotograf Joseph Khakshouri den Hitzesommer. (Bild: Joseph Khakshouri)

Burlesque-Tänzerin Dita Von Teese und Yello-Front-Mann Dieter Meier haben schon in seine Kamera gelächelt, Bundesräte hat er ebenso porträtiert wie die Miss Schweiz. Diesen Sommer aber war die Stadt Zürich für den Fotografen Joseph Khakshouri der grosse Star. Kein Studio, kein Make-up, keine Vorbereitungen. Nur der 40-Jährige, seine Kamera, das Vintage-Objektiv aus der Sowjetunion und der richtige Moment. «Ich habe mein Auge mit Street Photography für die grossen Aufträge geschult. Damit ich meinen Bildern auch eine emotionale Ausstrahlung geben kann, wenn sie für Magazine und ­Werbekunden von langer Hand geplant sind», sagt er. Diese «Übung» empfehle er jungen Fotografen immer wieder. «Jeden Tag rausgehen, um zu fotogra­fieren. Damit man Routine bekommt. Und bereit ist, wenn alle Elemente für ein gelungenes Bild zusammenfallen», sagt er.

Das grosse Alltägliche

Als «total schön» beschreibt der Zürcher diese Art des spontanen Arbeitens. «Sie gibt mir sehr viel.» Zwar hat er für Reportagen schon Tsunami-Opfer und Flüchtlinge begleitet, doch «das Magische und das, was das Leben ausmacht, liegen im Alltäglichen», ist Khakshouri überzeugt. Für «diese Disziplin» müsse er besonders wach sein. Und vorausahnen, wann der Moment eintreten könnte, der es wert ist, um den Auslöser zu betätigen.

Entstanden sind bei dieser «Übung» fast schon poetische Schwarz-Weiss-Aufnahmen. Die für einmal unbekannten, zufälligen Darsteller sind nur aus geraumer Distanz zu sehen. Dieser Abstand lässt dafür viel Raum für lange Schatten, welche die Aufnahmen Khakshouris zum Blickfang machen. Kleine Velos fahren plötzlich auf riesigen Rädern. Bilder, welche die Unbeschwertheit eines Hitzesommers nur andeuten. Und gerade deshalb bewirken, dass der Betrachter ein Flashback der Ausgelassenheit verspürt.

Drohne ganz vielseitig

Khakshouri, der 15 Jahre in New York lebte, hat Umweltwissenschaft und Biologie studiert. Seine grosse Liebe aber ist die Fotografie. Schon sein Vater sei nie ohne Kamera aus dem Haus gegangen, erzählt er. «Und irgendwann hat er mir seine Ausrüstung zum Spielen anvertraut. Da war es um mich geschehen.» In Zürich stellt er seine Arbeiten mit über 200 anderen Fotografen in der StageOne und der Halle 622 in Zürich-Oerlikon aus.

Khakshouri beschränkt sich diesmal auf seine Reise durch den Zürcher Hitzesommer, andere haben sich für exotischere Sujets entschieden: Aufnahmen aus fernen Ländern oder Kleider aus Lebensmitteln etwa. Oder Luca Michelli, der mit seinen Fotos auf Depression aufmerksam macht, sowie Dominique Andereggen, der Menschen mit Albinismus in Afrika eine Stimme gibt.

Immer mehr Fotografen lassen für das perfekte Bild Drohnen steigen. Den Organisatoren der «Photo 19» ist dieser Boom eine Sonderschau wert; sie widmen eine der Ausstellungsinseln ausschliesslich diesem Thema. «Wir wollen zeigen, dass Drohnenfotografie nicht nur Landschaftsbildern gleichkommt und mehr Perspektiven als jene aus der Senkrechten möglich sind», sagt die Verantwortliche Laura Flück. So seien zwar Naturaufnahmen zu sehen, aber eben auch Grafisches und Strukturelles. «Uns hat die Vielfalt überrascht», sagt Flück. Und hofft, dass es den ­Besuchern gleich ergehen wird.

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