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Russische Seele im Liegestuhl

Das Luzerner Festival Zaubersee für russische Kammermusik thematisiert die Russische Revolution in der Musik: mit Stars, Raritäten und überraschenden Neuerungen.
Urs Mattenberger
Die Geigerin Viktoria Mullova. (Bild: Pius Amrein)

Die Geigerin Viktoria Mullova. (Bild: Pius Amrein)

Das achte Festival Zaubersee für russische Kammermusik umfasst zehn Konzerte vom 22. bis zum 26. Mai an den Ufern des Vierwaldstättersees. Das Programm setzt wiederum auf Raritäten und Entdeckungen, aufgeführt von weltbekannten Musikern wie dem Pianisten Marc-André ­Hamelin, der Geigerin Viktoria Mullova sowie den Cellisten Steven Isserlis oder Olli Mustonen.

Der thematische Fokus orientiert sich an der Russischen Revolution, deren Folgejahre eine wichtige Schwelle auch in der ­Geschichte der russischen Musik markieren. Das Festival rückt das Jahr 1919 ins Zentrum: Werke, die vor hundert Jahren komponiert wurden, und Komponisten, die damals zur Welt kamen und die auf ihre Art wegweisend wurden. Dazu gibt es Einführungsveranstaltungen mit Marina ­Frolova-Walker, Professorin für Musikgeschichte an der Universität Cambridge. Die historischen Räumlichkeiten des Hotels Schweizerhof in Luzern und der Villa St. Charles Hall in Meggen verleihen dem Festival einen stimmungsvollen Rahmen.

Das Programm beinhaltet auch selten gespielte Perlen russischer Musik – etwa von Samuil Feinberg oder Alexander Tscherepnin – sowie Kompositionen der 1919 geborenen Galina Ustwolskaja und Mieczyslaw Weinberg. Neu wird am diesjährigen Festival ein rund halbstündiges Nachtkonzert im Wintergarten des Hotels Schweizerhof veranstaltet, bei dem die Besucher auf Liegestühlen Platz nehmen.

Der preisgekrönte Pianist Marc-André Hamelin spielt im ­Eröffnungskonzert neben Klassikern wie der «Polonaise-Fantaisie» von Chopin eigene Entdeckungen und in einem späteren Konzert das Klavierquintett von Leo Ornstein. Unter der Leitung von Oleg Caetani und an der Seite der Geigerin Viktoria Mullova spielt das Luzerner Sinfonie­orchester im KKL grosse Werke aus Finnland und Russland. In ­anderen Konzerten präsentieren sich Musiker des Luzerner Sinfonieorchesters aber auch als Solisten, etwa in der «Hommage an Arthur Lourié». Unter dem Titel «Das russische Cello» setzen Steven Isserlis und Olli Mustonen den Schlusspunkt mit Cellosonaten von Schostakowitsch, Kabalewski und Prokofjew.

www.zaubersee.ch

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