ROCK: «Wir waren echt entspannt»

Morgen stehen acht junge Bands und Musiker im Final bei BandXost. Catalyst, die Siegerband 2016, hat ein starkes Jahr hinter sich.

Philipp Bürkler
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BandXost-Gewinner 2016: Catalyst, Dominic Curseri und Ramon Wehrle. (Bild: PD)

BandXost-Gewinner 2016: Catalyst, Dominic Curseri und Ramon Wehrle. (Bild: PD)

Philipp Bürkler

philipp.buerkler@tagblatt.ch

Vor genau einem Jahr standen Catalyst im Final des Ostschweizer Bandwettbewerbs BandXost. Ramon Wehrle und Dominic Curseri waren die Gewinner des letztjährigen Contests. Sie erinnern sich genau: «Nach dem Soundcheck am frühen Nachmittag in der Grabenhalle gingen wir in die Stadt zum Weihnachtsmarkt und haben Glühwein getrunken», so Schlagzeuger Ramon Wehrle. Einige Stunden später sollten sie als Gewinner von der Bühne gehen. Locker haben es Curseri und Wehrle aber auch ohne Glühwein genommen. «Wir waren sehr entspannt», erzählt Curseri.

Morgen Abend wird in der Grabenhalle eine neue Band zum Sieger gekürt. Als Hauptpreis winken eine professionelle Studioaufnahme für maximal sechs Songs sowie verschiedene Festivalauftritte wie beispielsweise am Clanx-Festival oder am Open Air Bischofszell. Für das Rock-Duo Catalyst hat sich die Teilnahme bei BandXost mehr als gelohnt. Diesen Sommer durften sie die Bühne des Open Air St. Gallen im Sittertobel rocken. «Das war eine tolle Erfahrung, wir hatten noch nie so viele Leute vor der Bühne», schwärmt Curseri.

Rock-Katalysator läuft wie geschmiert

Gefunden haben sich Wehrle und Curseri bei der Arbeit. «Wir arbeiteten beide in einem Instrumentenladen in St. Gallen und hatten die Idee, zusammen zu jammen», erklärt Wehrle. Auf der menschlichen Ebene habe es sofort funktioniert. «Kurz darauf hatten wir die Idee, bei BandXost mitzumachen», sagt Curseri. Live-Erfahrung hätten sie damals noch keine gehabt, weshalb sie auch noch nie direktes Feedback vom Publikum erhielten. «2015 haben wir uns deshalb zum ersten Mal bei BandXost angemeldet», sagt Ramon Wehrle. Geklappt hat es leider nicht, sie blieben gegen ihre Konkurrenten chancenlos. «Die Jury gab uns ein langes und konstruktives Feedback und Tipps, was wir ändern sollten», so Curseri. Mit den Tipps der Jury im Kopf « dachten wir, komm, wir melden uns in einem Jahr nochmals an».

Catalyst würden sofort wieder teilnehmen bei BandXost. Dank des Musikwettbewerbs mit nationaler Ausstrahlung haben die beiden von der medialen Präsenz profitiert. «Es war erstaunlich, wie viele Medien sich bei uns gemeldet haben», erklärt Wehrle, der in Winterthur Schlagzeug studiert. Auch Konzertveranstalter seien auf sie zugekommen oder hätten ihren Namen bereits gekannt, als sie diese nach Auftritten anfragten. «Es ist definitiv einfacher, Auftrittsmöglichkeiten zu erhalten, wenn man BandXost gewonnen hat, das hat uns extrem geholfen», erklären beide. Eine erste CD erschien Anfang 2017, momentan arbeiten die beiden an einem Minialbum mit fünf bis sechs Songs, das sie mit dem Siegergeld produzieren wollen. Musikalisch wollen sich Catalyst ständig verändern.

Zukunft ist offen und noch ungewiss

Wohin die Reise allerdings geht, wissen sie noch nicht. «Wir wissen einfach, wir sind noch nicht am Ziel», sagt Schlagzeuger Wehrle. Curseri fügt an: «Uns nimmt es selber wunder, welche Musik wir in einem Jahr machen.» Diese Offenheit der musikalischen und persönlichen Zukunft gegenüber macht Catalyst so spannend und authentisch.

Als letztjährige Sieger stehen Catalyst morgen nochmals auf der Bühne bei BandXost. Wehrle sieht es entspannt, wie 2016: «Wir werden auch morgen wieder etwas Glühwein trinken am Weihnachtsmarkt.»

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