Ricky und die offene Ehe

Paparazza

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Popstar Ricky Martin hat im Januar heimlich Künstler Jwan Yosef geheiratet. Mit ihm zieht er Zwillinge gross, die von einer Leihmutter stammen. Jetzt ist es also amtlich. Aber treu sein bis ins Grab? Da hat der Latino-Sänger und Schauspieler seine Zweifel. In einem Interview bekundet er Interesse an polyamourösen Beziehungen: «Ich möchte solche Beziehungen normalisieren. Es ist gut für die Welt, es ist gut für mich als schwuler Mann mit Kindern.» Klingt reichlich egoistisch – und man erinnert sich mit spöttischer Bewunderung an die polyamouröse Beziehung von Simone Beauvoir und Jean-Paul Sartre.

Trotz Eifersucht und weiteren Seelenqualen rufen Psychologen das «Ende der Mono­gamie» aus. In Berlin ist es laut dem «Spiegel» hip, sich polyamor zu nennen. Sie haben mehrere Partner gleichzeitig und verheimlichen einander nichts. In Deutschland leben angeblich bereits 10 000 Menschen offen polyamor. Nicht nur Ricky Martin liebäugelt mit der Vielliebe. Die Erfahrung der meisten aber ist wohl viel nüchterner – und endet in einer tristen Scheidung.

Melissa Müller